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Archive for the ‘Übelkeit’ Category

In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Phytotherapie wurde ein Artikel über Phytopharmaka und wie deren Stellenwert in stationären Einrichtungen ist, veröffentlicht.

Viele Dinge in diesem Bericht regen doch sehr zum Nachdenken über den Umgang und die Verabreichung von oft viel zu vielen Medikamenten bei alten Menschen, an.

Alte Menschen leiden oft unter vielen unterschiedlichen Erkrankungen oder auch Mehrfacherkrankungen (Multimorbidität), bekommen viele unterschiedliche Medikamente (Polymedikation) und sind durch vorhandene funktionelle Einschränkungen belastet.

Als Polymedikation bezeichnet man die Verabreichung von mehr als 5 Arzneimitteln, dies kommt in Pflegeheimen sehr häufig vor. Diese Menge an verabreichten Medikamenten bedeutet nicht selten einen Risikofaktor für unerwünschte Arzneimittelwirkungen und kann geriatrische Syndrome negativ beeinflussen. Die Sturzgefahr erhöht sich, Gedächtnisstörungen können auftreten, Patienten sind verwirrt, parkinsonähnliche Symptome treten auf oder es kommt zu einer Orthostasestörung (Orthostase = Körperhaltung).  Häufig treten Nebenwirkungen durch bestimmte Arzneimittel auf, die wiederum zu einer Verschreibung eines neuen Medikamentes führen, da diese Nebenwirkungen nicht als solche erkannt werden, dies nennt man auch Verschreibungskaskade. Zu einer ungenauen Diagnostik kommt es bei alten Menschen auch durch eingeschränkte Kommunikationsfähigkeit und unzureichender Selbstwahrnehmung.

Mittlerweile gibt es gute Zusammenstellungen von Arzneistoffen die solche Neben- und Wechselwirkungen aufzeigen können. Eine dieser ersten Listen war die so genannte Beers-Liste. Mark Beers hat diese Aufstellung speziell für Pflegeheime entwickelt. Durch mehrfache Aktualisierung wurde deutlich, dass 21 – 40 % der Verordnungen unangemessen waren!!! In Deutschland steht seit dem Jahre 2010 die so genannte PRISCUS-Liste zur Verfügung.

In neueren Untersuchungen in deutschen Pflegeheimen hat sich herausgestellt, dass über 40 % der Bewohner mindestens ein Arzneimittel erhielten, welches laut der PRISCUS-Liste als möglicherweise unpassend eingestuft wird.  20 % zwei und 5 % bekamen drei und mehr unpassende Medikamente verabreicht.

Zu häufig verabreichten Medikamenten bei alten Menschen zählen Benzoediazepine, diese werden eingesetzt als Antidepressiva, Neuroleptika und bei der Behandlung von Ein- und Durchschlafstörungen. Sie haben jedoch erhebliche Nebenwirkungen, z.B. unterdrücken sie die Tiefschlafphase, was wiederum verhindert, das der Schlaf als erholsam  empfunden wird. Daraus resultiert, das der Patient sich müde fühlt, traurig (depressive Verstimmungen) ist, Schwindelgefühle können auftreten, diese wiederum begünstigen das Sturzrisiko ………

Gerade bei Schlafstörungen bietet uns die Aromatherapie so viele komplementäre Möglichkeiten der Unterstützung. In einem von mir betreuten Pflegeheim in Andernach berichteten mir die Pflegekräfte bei der letzten Schulung, von tollen Erfolgen mit Lavendel-Waschungen, Einreibungen und warmen Handwickeln. Bei einer Bewohnerin wurde die Schlafmedikation vom Hausarzt sogar abgesetzt. Die Bewohnerin nimmt wieder am Leben teil, fühlt sich ausgeschlafen und ausgegelichen.

Lavandula angustifolia zählt zu den besterforschsten ätherischen Ölen.

Ätherische Öle, welche Ester, Linalool (Monoterpenalkohol) oder Sesquiterpenverbindungen enthalten wirken ent-spannend, beruhigend und schlaffördernd (uvm.). Sie können als Badezusatz, Einreibung oder Inhalation angewendet werden und das (bei richtiger Dosierung) ganz ohne Nebenwirkungen!

Ein weiteres häufig verordnetes Medikament bei Senioren ist Metoclopramid (MCP), dessen Nebenwirkungen zu unterschiedlichen parkinsonähnlichen Symptomen führen kann. Auch verträgt sich das Medikament oft nicht mit den bereits angeordneten Psychopharmaka. Nicht selten werden Störungen normaler Bewegungsabläufe beobachtet, da diese aber bei alten Menschen häufig auftreten, werden sie meist nicht als mögliche Nebenwirkung des Medikamentes in Betracht gezogen.

Viele alte Menschen erhalten MCP als Dauer- oder Bedarfsmedikation bei Übelkeit. Auch bei diesen Beschwerden können sehr gut  ätherische Öle zum Einsatz kommen.

Ätherische Öle wirken hier direkt auf den Gastrointestinaltrakt und auf das Zentrale Nervensystem.

geeignete ätherische Öle:

Zitrone, Limette -> wirken auf die Leber stärkend, klärend
Pfefferminze -> wirkt erfrischend, antiemetisch, entkrampfend
(Pfefferminze wirkt gleichwertig antimetisch (gegen-Erbrechen) wie Metoclopramid oder Ondansetron, lt. Leicester, Hunt, 1982, McKenzie, Gellacher, 1989, Franchomme,1980, Figuenick, 1998, Tate 1997)

Ingwer, Kardamon, Fenchel -> bei Appetitmangel, Verdauungsbeschwerden
Orange, Mandarine rot, Litsea -> stärken den Magen, wirken spasmolytisch

Die Bitterorange (Citrus aurantium var. amara (per.)) regt die Darmperistalik an (Bewegungen des Darmes zur Durchmischung und Weiterbeförderung des Speisebreis).

Sicherlich gibt es noch viele andere ergänzende Möglichkeiten im Bereich der Aromapflege um ein zuviel an Medikamenten zu vermeiden:

Ängste
Unruhe
Schlafstörungen
Verdauungsstörungen
Übelkeit und
Schmerzen

sind nur einige, die ich hier nennen möchte. (Beim anklicken gelangt man auf einen entsprechenden Artikel aus dem Archiv)

Mein persönliches Fazit

Ich glaube, dass man mit komplementären Pflegemethoden wie der Aromapflege/-therapie, Phytotherapie und vielen anderen einiges an Medikamenten einsparen oder zumindest reduzieren könnte!

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Lymphödem
Im Seminar Pflege- und  Sterbebegleitung in der letzten Woche bekam ich von einer Kursteilnehmerin eine wunderbare Rückmeldung.
Ihr Mann ist an Krebs erkrankt, voraus ging eine schwere Lebererkrankung über viele Jahre hinweg. Nun hat er seit einiger Zeit massive Probleme mit Schmerzen im Bauchbereich, sowie mit dem Lymphfluss. Seine Beine sind massiv geschwollen und schmerzen. In dem Seminar Hospiz- und Palliativpflege bespreche ich unter anderem mit den Teilnehmern auch die „englische Lymphmischung“. Diese hat die Teilnehmerin auch gleich für ihren Mann zusammengemischt. In einem mittlerweile, abendlichen Ritual massiert sie im die Füße mit dieser Mischung. Sie berichtet mir von einer enorm positiven Wirkung auf den Lymphfluss, so dass die Beine zusehends abschwellen. Außerdem schläft ihr Mann seither viele Nächte ohne Schmerzen und über viele Stunden wieder durch.
Auch sie erlebt sich, nach diesem Ritual als sehr ruhig und ausgeglichen und hat das Gefühl wieder mehr Lebensqualität für sich und ihren Mann geschaffen zu haben.

Die Rezeptur
Englische Mischung bei Lymphödemen
50 % Lavendel (Lavandula angustifolia), 20 % Majoran (Origanum majorana), 30 % Weihrauch (Boswellia serrata)
Basisöle sind 50 % Mandelöl, 50 % Nachtkerze.
die Mischung wir zuerst 10 %ig verwendet und später dann nur noch 5 %ig.

Diese Rezeptur erschien mir zuerst etwas hoch, aber in England wird sie erfolgreich angewendet und auch meine Kursteilnehmerin ist begeistert.

Übelkeit

Wie im Blog vor einiger Zeit berichtet, gibt es immer wieder tolle Erfahrungsberichte über den Einsatz einer Ingwer/Zitrone/Pfefferminz- Einreibung der Füße während der Chemotherapie Behandlung, wenn Übelkeit die Patienten plagt. Diese Mischung lässt sich auch über die Duftlampe oder ein Dufttuch einsetzen. Ich selbst habe die Mischung bei Übelkeit auf einem Stück Würfelzucker genommen und war erstaunt, wie entspannend und erfrischend sie sich auf meinen Magen ausgewirkt hat. Diese Mischung gibt es seit letzter Woche auch als ViVere-Mischung mit dem Namen
WOHL-be-Finden.

Raumbeduftung in der Erkältungszeit

Nadelbaumöle und Atemwege

Gerade in der Erkältungszeit bevorzuge ich  Nadelbaum und Zitrusdüfte in der Duftlampe. Sie erfrischen die Raumluft und machen frei….

Nadelbaumöle riechen frisch, klar, grün und lassen sich gut mit allen Zitrusölen kombinieren. Durch ihren hohen Monoterpengehalt, hier sind es alpha- und beta-pinen, wirken sie antiseptisch auf die Raumluft.
Außerdem haben die Inhaltsstoffe alpha- und beta-pinen eine kortisonähnliche Wirkung.

Gerade bei Atemwegserkrankungen ist es wichtig, dass die Lunge gut belüftet wird, damit sich keine Keime dort einnisten und eine Lungenentzündung entstehen kann. Nadelbaumöle vertiefen die Atmung und fördern somit eine bessere Belüftung der Lunge.

Gerade in Pflegeeinrichtungen wo man Langliege-Patienten hat ist es wichtig für ein gutes Raumklima zu sorgen, denn durch die Immobilität der Bewohner und die oft ungünstige Liegeposition, ist eine tiefe Atmung meist nicht gewährleistet, dazu kommen oft unangenehme Gerüche. Dadurch wird nur noch flach geatmet.

Riecht es angenehm im Raum, wird die Atmung automatisch tiefer und die Belüftung der Lunge somit besser.
Untersuchungen in geschlossenen Räumen vor und nach dem zerstäuben von ätherischen Ölen haben ergeben, dass Keime sehr gut an der Verbreitung gehindert werden konnten. Während in einem Beispiel vor der Zerstäubung 210 Keime gefunden wurden (einschl. zwölf Arten von Schimmelpilzen und acht Staphylokokkenstämmen), überlebten nur acht Keimarten die halbstündige Beduftung mit ätherischen Ölen. Hier wirken vor allem monoterpenhaltige Öle der Nadelbäume und die Öle aus den Schalen der Zitrusfrüchte.

Ich glaube die ein oder andere Pneumonie in Altenheimen oder Krankenhäusern (postoperativ) könnte so verhindert werden.

S.Herber-Schmieden  



Grundmischung „Atem holen“
30 Tropfen Douglasfichte ( Pseudotsuga menziesii)
20 Tropfen Fichte blau (Picea obovata)(tolle Qualität findet ihr hier)
25 Tropfen Grapefruit (Citrus paradisi)
10 Tropfen Zitrone (Citrus limon)
5 Tropfen Angelikawurzel (Angelica archangelica)

in ein 5 ml Glasfläschchen geben und davon je nach Raumgröße ca. 5 – 10 Tropfen für die Duftlampe benutzen.

Auch das ätherische Weihrauchöl enthält einen hohen Anteil an alpha- und beta-pinen, es zählt zudem zu den hautfreundlichen Ölen und kann gut in Einreibungen, Wickeln oder Auflagen eingesetzt werden. Weihrauchöl wirkt zudem antiseptisch auf die Raumluft und wird bei Asthmapatienten als begleitende Therapie zur Inhalation oder Einreibung eingesetzt.


Duftlampenmischung
2 Tropfen Weihrauch (Boswellia serrata)
4 Tropfen Bergamotte (Citrus bergamia)
2 Tropfen Benzoe Siam (Styrax benzoe)

Passende fertige Grundmischungen sind die ViVere-Mischung Waldluft und Atmen wärmend.

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Aromamassage Seminar 
Letzte Woche fand ein Aroma-Ganzkörpermassage Seminar statt. In einer kleinen Gruppe von 6 Frauen (überwiegend Pflegekräfte) haben die Kursteilnehmerinnen in einem 2-tägigen intensiven Seminar die Aromamassage erlernt. Zu diesem Seminar gehört auch ein theoretischer Teil, welcher z.B. über den Aufbau der Haut informiert. Auch ein Klienten (Patienten) Gespräch und die Auswahl der passenden Massageöle wurde in einem praxisorientierten Teil eingeübt.
Neue Termine:
27./28. Oktober 2011
15./16. November 2011


Duftmeditation für Chemo-Patienten
Viele Patienten leiden sehr unter den massiven Nebenwirkungen der Chemotherapie. Eine der häufigsten Begleiterscheinungen sind Übelkeit, oft in Verbindung mit Erbrechen. Eine meiner Schülerinnen berichtet mir von erfolgreichen Versuchen diese Nebenwirkungen zu mindern, durch Meditation und Einreibungen der Fußsohlen mit einer Mischung die ich ihr empfohlen habe.
Sie hat sich zu diesem Zweck die Duftmeditations-CD und das Buch von Barbara Bernath-Frei bei einem meiner Seminare mitgenommen. Wann immer sie Gelegenheit hat, liest sie den Patienten eine Duft-Meditationsgeschichte in Verbindung mit dem passenden Duft vor.

Besteht eine Übelkeit nach der Chemo-Behandlung bietet sie den Patienten eine Fußmassage mit einer Massage-Mischung aus Ingwer, Zitrone und Pfefferminze an. Diese wird von den Betroffenen dankbar angenommen und hilft meist über die Übelkeit hinweg.
Diese Mischung wird es bald auch als ViVere-Mischung für die Duftlampe und weitere Anwendungsmöglichkeiten fertig geben.

ViVere-Aromapflege-Shop
Aufgrund der großen Nachfrage nach meinen ViVere-Mischungen, habe ich mich dazu entschieden einen kleinen, aber feinen Online-Shop zu eröffnen. Dort werden in Kürze die ViVere-Mischungen sowie unterschiedliche Basisöle und besondere Assessoires bestellbar sein. Dazu bald mehr…..

Noch bis zum 25. September 2011 im Palmengarten in Frankfurt
Tausend und ein Öl

Die Vielfalt der aus Pflanzen gewonnenen Öle ist groß. Ob aus heimischen oder exotischen Pflanzen hergestellt, ob goldgelb, grün oder orangerot gefärbt: Pflanzen-Öle sind Bestandteil unseres täglichen Lebens.
Sie dienen der Ernährung, verfeinern Speisen, heilen, pflegen oder sind in der Technik einsetzbar. Wichtige Öl und Fett liefernde Pflanzen werden vorgestellt. Pflanzen mit ätherischen Ölen, die meist einen angenehmen Duft verbreiten, werden ebenfalls in der Ausstellung gezeigt. Des Weiteren erfahren Sie Spannendes über pflanzliche Wachse, ihre biologische Bedeutung und Nutzungsmöglichkeiten.

Himmlische Düfte und Höllengestank!
Europas größte Duftausstellung im Botanischen Garten der RUB läuft noch bis zum 31.10.2011

Die einen locken an und betören – andere täuschen oder betrügen. Unsere Nase bestimmt mit, ob wir einen Menschen leiden können oder nicht. Zu einer ungewöhnlichen und interaktiven Entdeckungsreise in die geheimnisvolle Welt der Düfte lädt die Duftausstellung im Botanischen Garten der Ruhr- Universität Bochum ein. Testen Sie Ihre Nase und lernen Sie Düfte kennen, die Ihr Leben verändern, erfahren Sie alles über Heil- und Küchenkräuter und Parfüms.

Ausserdem gibt es viele interessante Vorträge zu vielen Duftthemen.

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In meinen Seminaren bespreche ich meist das ätherische Öl aus der Pfefferminze und deren Inhaltsstoffe. Das Pfefferminzöl setzt sich wie folgt zusammen:

ca. 4 % Monoterpene
ca. 5 – 8 % Oxide (u.a. 1,8 Cineol )
ca. 5 % Menthylacetat
ca. 25 % Monoterpenketone, davon ca. 17 % vom noch gutverträglichen Menthon
ca. 50 % Monoterpenole, davon 45 % Menthol
und andere

Hierbei spielt Menthol eine besondere Rolle, denn es macht die Pfefferminze (fast) einzigartig! Neben ein paar anderen wenigen Minzarten wie z.B. der Poleiminze und der Wasserminze finden wir Menthol in keinem anderen ätherischen Öl.
Menthol hinterlässt auf der Haut einen kühlenden Effekt, dieser wird durch die Stimulation der Kälterezeptoren ausgelöst.
Vor Jahren konnte man in einer randomisierten, plazebokontrollierten Doppelblindstudio an der Universität Kiel nachweisen, das bei lokaler Anwendung von Pfefferminzöl auf der Haut werden, selbst in geringen Mengen, Kälte- und Druckrezeptoren angeregt und in höheren Konzentrationen auch Wärme- und Schmerzrezeptoren stimuliert werden. Durch das Menthol wird eine Änderung der Zellmembran mit einer vermehrten elektrischen Aktivität bewirkt. Hoch konzentratiertes Menthol löst eine lokal anästhesierende Wirkung aus. Außerdem kann Pfefferminzöl die Wirkungen der Schmerz-Nerven-Botenstoffe Serotonin und der Substanz-P hemmen. Diese beiden  Substanzen spielen bei der Entstehung von Kopfschmerzen eine erhebliche Rolle. Bereits zehnprozentiges Pfefferminzöl (in alkoholischer Lösung) zeigte eine große Wirksamkeit.

Die Prüfung erfolgte bei 164 einzelnen Kopfschmerzepisoden gegen das Schmerzmittel Paracetamol sowie gegen ein Placebo. Das Öls wurde großflächig auf Stirn und Schläfen 2 x nach 15 und 30 Minuten aufgetragen.
Im Vergleich zu dem Placebo konnte mit dem Auftragen des Pfefferminzöl bereits nach 15 Minuten eine signifikante Reduktion der Kopfschmerzen erzielt werden.  Im Verlauf einer Stunde reduzierte sich die Intensivität des Schmerzes weiter. Auch Paracetamol erwies sich als signifikant wirksam gegenüber Placebo.
Heraus kam dabei, dass zwischen der Wirksamkeit von 1 g Paracetamol (2 Tabletten a 
500 mg) und zehnprozentigem Pfefferminzöl  kein Unterschied bestand !!!

Pfefferminz-Roll-On
10 ml Alkohol
8 Tropfen Pfefferminze
3 Tropfen Lavendel fein
3 Tropfen Mandarine rot


In neueren wissenschaftlichen Untersuchungen konnte man jetzt auch die spasmolytische Wirkung des Menthols bei Reizdarmpatienten aufzeigen. Durch die Stimulation von Kalziumionen, die in die Zellen der glatten Muskulatur des Magen-Darm-Traktes einströmen, sorgt das Menthol für Entspannung. Zusätzlich wird ein Anti-Schmerz-Kanal in den Wänden des Dickdarms aktiviert und somit die Schmerzwahrnehmung gedämpft.

Ich selbst konnte schon häufig die Wirksamkeit bei Völlegefühl, Übelkeit und Magendruck erleben. Ich nehme dazu einen Tropfen Pfefferminzöl pur mit der Zunge auf, eine andere Variante ist das Pfefferminzöl auf ein Stück Würfelzucker zu geben und im Mund zergehen zu lassen. Pfefferminzöl in Lebensmittelqualität findet ihr bei Ingeborg Wäschenbach „Im Einklang“.

Pfefferminzöl ist für mich ein unverzichtbares Öl in meiner Hausapotheke:

Pfefferminze
Kopfschmerzen, Nase-Frei-Öl, Übelkeit, Schnittwunden, Sonnenbrand, schwere Beine, Magen-Darm-Problemen

Fußbadesalz bei geschwollenen Füßen

250 g Meersalz
5 Tropfen Wachholderbeere (Juniperus communis)
3 Tropfen Lemongrass (Cymbopogon citratus)
3 Tropfen Zypresse (Cupressus sempervirens)
4 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
2 Tropfen Pfefferminze (Mentha piperita)

von dieser Mischung einen Eßlöffel pro Fußbad
Dieses Fußbad kann man morgens vorbereiten und tagsüber immermal wieder die Füße hineinstellen!

Beinöl bei häufig geschwollenen Beinen und zur Venenpflege

50 ml Aloe Vera Öl
2 Tropfen Pfefferminze (Mentha piperita)
3 Tropfen Zypresse (Cupressus sempervirens)
2 Tropfen Myrte Anden (Myrtus communis)
3 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
4 Tropfen Bergamotte (Citrus bergamia) oder Grapefruit (Citrus paradisi)

After Sun Öl – kühlend

100 ml Aloe Vera Öl oder Kokosfett
15 Tropfen Lavendel fein
4 Tropfen Pfefferminze
2 ml Sanddornfruchtfleischöl

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Neben der allgemeinen Erkältungswelle, ist wohl seit ein paar Tagen auch wieder eine Magen-Darm-Grippe am anrollen.

Gerade bei Übelkeit können ätherische Öle oft sehr hilfreich eingesetzt werden. An erster Stelle ist hier auf jeden Fall Pfefferminzöl (Mentha piperita) zu erwähnen. Durch seine spasmolytischen Eigenschaften wirkt es antiemetisch (von griechisch anti – gegen, emesis – Erbrechen). Mentha piperita entspannt  und beruhigt die glatte Muskulatur des Magen-Darm-Traktes und ist deshalb auch bei anderen Verdauungsbeschwerden wie Koliken und Durchfall ein gutes Mittel.
Bei Übelkeit 1 Tropfen (nicht mehr!) auf den Handrücken träufeln und mit der Zunge aufnehmen.
Diese Anwendung ist nicht für Kinder unter 12 Jahren und Schwangere geeignet!

Besteht nur ein Druck am Mageneingang ohne Übelkeit, ist mein persönlicher Favorit das Ingweröl (Zingiber officinale)


Bei Krämpfen im Magen-Darm-Bereich eignen sich feucht-heiße Wickel und Bauchmassagen (im Uhrzeigersinn) mit folgenden ätherischen Ölen:
Kreuzümmel (Cuminum cyminum)
Anissamenöl (Pimpinella anisum)
Fenchelöl süß (Foeniculum vulgare var. dulce)
Lavendel fein (Lavandula angustifolia)

Sind Viren (z.B. Noro-, Rotaviren) im Spiel wirken folgende Öle stark antiinfektiös, aber auch hautreizend:
Zimt (Cinnamomum verum)
Nelke (Syzygium aromaticum)
Cassia (Cinnamomum cassia)

In korrekter Verdünnung dürfte dies aber auch kein Problem darstellen:
50 ml Basisöl
2 Tropfen Zimt (Cinnamomum verum)
2 Tropfen Angelikawurzel (Angelica archangelica)
2 Tropfen Ingwer (Zingiber officinale)
2 Tropfen Cardamom (Elletaria cardamomum)

Bei Magen-Darm-Epidemien ist es immer anzuraten, die Räume mit Zitronenöl (Citrus limonum) zu beduften, um über die Raumluft die antiseptische Wirkung des Zitronenöls zu nutzen und somit die Ansteckungsgefahr zu verringern.


Duflampenmischung:
10 Tropfen Zitrone (Citrus limonum)
5 Tropfen Bergamotte (Citrus aurantium var. bergamia)
2 Tropfen Pfefferminze (Mentha piperita)

Andere Formen der Übelkeit:

Reiseübelkeit
Oft reicht es hier einen Tropfen Pfefferminzöl (Mentha piperita) auf ein Vlies oder Papiertaschentuch und daran riechen, bei der Autofahrt an den Spiegel hängen oder in der Nähe der Belüftung anbringen.

Postoperative Übelkeit
Pfefferminzöl (Mentha piperita) oder Zitronenöl (Citrus limonum) auf eine Mullkompresse geben und daran riechen.

Schwangerschaftsübelkeit (extra für Dich liebe Tine)
Riechfläschchen mit folgenden ätherischen Ölen:
5 Tropfen Zitrone (Citrus limonum)
3 Tropfen Pfefferminze (Mentha piperita)
10 Tropfen Grapefruit (Citrus paradisi)
2 Tropfen Neroli (Citrus aurantium)
3 Tropfen Rosmarin cineol (Rosmarinus officinalis)

auch für die Duftlampe geeignet oder die Schnellinhalation (z.B. auf einem Papiertaschentuch)

Kater
1 Tropfen Ingweröl (Zingiber officinale) auf ein Papiertaschentuch und daran schnuppern oder 1 Tropfen auf ein Stück Würfelzucker und im Mund zergehen lassen.

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