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Archive for the ‘Hospiz’ Category

Seit einigen Wochen beschäftigen mich viele Fragen rund um die Ausbildung zur Aromapflege oder -therapie. Am 02. November könnte ich mein 10 jähriges bestehen von ViVere feiern. Dazu hatte ich im letzten Jahr schon viele Ideen, es sollte ein großes Fest mit vielen Vorträgen geben. Vor ein paar Wochen habe ich mich nun entschieden – NEIN es wird kein Fest geben – aus vielerlei Gründen; 

Ich habe privat eine ziemlich schwere Zeit hinter mir, die mich viel Kraft gekostet hat, aber durch 10 Jahre ViVere sind wundervolle Freundschaften und Bekanntschaften entstanden, die mir in dieser Zeit eine große Hilfe waren.

Ein anderer Grund zu dieser Entscheidung das Fest abzusagen ist der, dass ich viele neue Pläne für nächstes Jahr habe, ich schreibe gleichzeitig an mehreren neuen Seminaren, habe viele neue Referenten für nächstes Jahr gewinnen können, mit einigen bin ich noch in Kontakt und so könnte noch der ein oder andere tolle Seminartermin zu komplementären Pflegethemen dazukommen. 
Ich habe zum ersten Mal wegen der großen Nachfrage schon im September alle Termine für das kommende Jahr geplant!!! Hier könnt Ihr den reichhaltig gefüllten Terminkalender anschauen.

Nun wird es ein ganz kleines, besinnliches Fest in Hamburg geben und darauf freue ich mich sehr!!! 

ViVere ist nun nach 10 Jahren mehr, als nur Ausbildungsstätte für Aromapflege- und -therapie, es ist zum „Ausbildungszentrum für Aromatherapie und komplementären Pflegemethoden“ herangewachsen!!!

Gestern Abend hat Eliane bei Facebook auf eine merkwürdige Aromatherapie Ausbildung aufmerksam gemacht, welche leider kein Einzelfall ist. Immer mehr Angebote dieser Art schießen wie Pilze aus dem Boden:

Fachausbildung z. Aromaexperten/in bzw. Aromatherapeuten/in *

Kosten: 410,00 EUR
Datum:
29.09.2012 29.09. – 07.10.12
Uhrzeit:
10:00
Bemerkung: 
Mit Abschlusszertifikat. Alle Termine auf unserer Homepage.
 
Aus dem Inhalt: Geruchssinn; Geschichte der Aromatherapie; Gewinnungsarten; Die wesentlichen Aromaöle; Anwendungsarten von ätherischen Ölen zur Entspannung und Gesunderhaltung; Die Welt der Chakren; Hexendüfte und Räucherungen; Inhalationen; Spülungen; Nasen- und Ohrentropfen; Kompressen; Wickel; Teilbäder mit heilender Wirkung; Medizinische Anwendung von ätherischen Ölen; Krankheitsbilder und ihre Behandlung; Kontraindikationen
 
oder dies habe ich entdeckt:
 
Fachqualifikation zum/r Pflegeexperten für Aromapflege
Termin: 25. – 26.09.12
 
Seminargebühr: € 150,–
 
Referenten: 
hier möchte ich keine Namen nennen – aber es sind drei examinierte Pflegekräfte mit dem Titel
Aromaexperte (designierte)
 
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Sehr geehrte Damen und Herren,
wir würden uns freuen, Sie zu unserer Fachqualifikation Aromapflege am 25. und 26. September 2012
begrüßen zu dürfen.
Das 2-tägige Seminar vermittelt Ihnen die Grundlagen der Aromatherapie und der Aromapflege in Theorie und Pflegepraxis. Es offenbart Ihnen die große Vielseitigkeit der ätherischen Öle und deren Einsatzmöglich-
keiten. Das Seminar schließt mit einer theoretischen und einer praktischen Prüfung sowie mit einem Zertifikat. 

Historische Einführung
Aktuelles aus der Riechforschung / Moderne Forschung
Was sind ätherische Öle?
Chemie der ätherischen Öle
Was ist Aromatherapie?
Was ist Aromapflege?
Wie gelangen ätherische Öle in den Körper?
Produktionsverfahren
Qualitätskriterien
Die verschiedenen Qualitätsstufen des Anbaus
Qualitätsstufen der Aroma-Öle
Kopf-, Herz-, und Basisnoten
Verträglichkeit und Allergien – Allergietest
Empfohlene Richtlinien für die Anwendung ätherischer Öle in pflegerischen Einrichtungen
Basis-Öle, Dosierungen
Juristische Grundlagen der Aromatherapie
Praktische Übungen
Theoretische Prüfung
Praktische Prüfung


Diese beiden Beispiele möchte ich nun nochmal zum Anlass nehmen, auf die Wichtigkeit einer fundierten und guten Aromapflege oder -therapie Ausbildung hinzuweisen. Durch solche Angebote, wird die Aromatherapie nie die Anerkennung bekommen, die sie verdient hat!

Sinn oder UN-Sinn von Fortbildungen

Ich werde oft gefragt, warum meine Seminare und Fortbildungen so umfangreich für eine Einrichtung (z.B. ein Altenheim) sein müssen. Es gäbe doch auch andere „Kollegen“, welche Fortbildungen an einem Nachmittag durchführen.
Leider stelle ich wirklich sehr oft fest, dass nach solch einer „Fortbildung“, die Einrichtungen ihre Pflegekräfte im Auftrag der „Aromatherapie“ losschicken, eine Duftlampe wird aufgestellt, Öle werden angeschafft und los gehts. Die Pflegekräfte sollen nun „Aromatherapie“ praktizieren.
Diese Vorgehensweise ist, wie wenn man einen Fahrschüler nach der ersten Fahrstunde in ein Auto setzt und ihm sagt, dass er nun Auto fahren kann!!! Also mehr als bedenklich und unseriös, denn Aromapflege ist mehr, als ein paar Tropfen „Duftöl“ in eine Duftlampe zu träufeln!!!

1. Unterscheiden Sie zwischen Aromapflege und Aromatherapie

In vielen Altenheimen ist der Unterschied zwischen Aromapflege und Aromatherapie nicht geklärt bzw. bekannt.
Der Unterschied zwischen Aromapflege und –therapie besteht darin, dass es sich bei der Aromapflege um eine komplementäre Pflegemethode als Teil der Pflanzenheilkunde handelt. Die individuellen Pflegeprobleme werden genau beobachtet und im Sinne des Bewohners im Pflegeprozess sowie in der Pflegediagnose umgesetzt. Bei der Aromapflege erfolgt die Anwendung der ätherischen Öle über den Geruchssinn und die Haut. Die Aromapflege umfasst pflegerische und prophylaktische Maßnahmen.

Die Aromatherapie ist hingegen- wie der Name schon sagt- eine therapeutische Maßnahme, die Ärzten und Heilpraktikern vorbehalten ist. Nach genauer Diagnosestellung erfolgt eine gezielte Therapie mit ätherische Ölen oder daraus hergestellten Produkten. Es ist dann sogar möglich ätherische Öle oral anzuwenden.

2. Die Aromapflege nützt Ihren Bewohnern und Mitarbeitern

Wussten Sie, dass Zitronenöl in der Duftlampe oder im Vernebler die Bakterien in der Luft abtötet und somit z.B. Erkältungskrankheiten entgegenwirken kann!? Oder, dass mit einer Mischung aus dem ätherischen Öl Lavendel fein oder extra und Olivenöl beim Bewohner eine schonendere und kostensparendere Intimpflege durchgeführt werden kann und es gleichzeitig zur Dekubitusprophylaxe dient!?
Es gibt über die Wirkung ätherischer Öle viele Studien, die eine unterstützende Wirkung in der ganzheitlichen Pflege eindrücklich beweisen.

Die Einsatzfelder für ätherische Öle in der Pflegeeinrichtung könnten z.B. sein:

bei sogenannten Befindlichkeitsstörungen wie:

  • Unruhezustände
  • Verwirrtheit/Demenz
  • Ängsten
  • depressiver Verstimmung
  • Appetitlosigkeit
  • Wut/Aggression
  • Schlafstörungen

oder bei körperlichen Beschwerden wie:

  • Pneumonieprophylaxe
  • Dekubitusprophylaxe
  • komplementär bei Erkältungskrankheiten
  • Mundpflege
  • Schmerzen des Bewegungsapparates
  • Sterbebegleitung
  • komplementär zur Palliativmedizin

Aber : Ohne Schulung und fachliche Grundlagen geht es nicht!!!

Die gewünschte Pflegequalität durch Aromapflege kann nur gewährleistet werden, wenn die Mitarbeiter an Fort – und Weiterbildungen zu diesem Thema teilnehmen und fachkundig geschult werden.

Solch eine Fortbildung sollte mindestens folgende Themen beinhalten:

  • Produktionsverfahren
  • Qualitätsmerkmale reiner ätherischer Öle
  • Umgang mit ätherischen Ölen
  • Richtlinien für die Anwendung
  • Wechselwirkungen und Gegenanzeigen
  • Lagerung und Haltbarkeit
  • Kennenlernen verschiedener pflegerelevanter ätherische Öle und Rezepturen
  • Basisöle (Fette Öle)

In den Fortbildungen sollten weiter Beispiele für pflegerische Anwendungen praktisch mit den Teilnehmern durchgeführt werden. Denn am eigenen Körper erfahrene Wirkungen der ätherische Öle, lassen den Pflegemitarbeiter die Aromapflege verstehen, akzeptieren und sinnvoll umsetzen! 

Eine fundierte und gute Aromapflege/-therapie Ausbildung ist nicht in zwei Tagen oder einer Woche gemacht!!!!

 


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Bei der Aromapflegewoche im März hatte ich sehr starke Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich, Marita Hoyer vom Familienhafen in Hamburg bot mir Ihre Hilfe an. Sie bat mich um ein Senfkorn, wie man es zum Einkochen von Gurken braucht, dann testete sie mit einer Kulispitze einige Punkte an meinem Haaransatz aus und klebte mir dort das Senfkorn mit einem Pflaster auf die Stirn. Es war kaum zu Glauben, aber ca. 10 Minuten später waren die Schmerzen nahe zu wie weg geblasen, ich war begeistert. Marita verriet mir, wo sie diese Methode erlernt hat und ich habe es nun geschafft Frau Dorothee Wellens-Mücher in mein Seminarhaus einzuladen um allen Interessierten Pflegekräften diese tolle Methode näher zu bringen.

Senfkorn auf meiner Stirn
„Begleitende Hände“ Akupressur in der Arbeit mit alten, schwerstkranken und sterbenden Menschen
Mitfühlende Berührung war in der Menschheitsgeschichte sicherlich der erste Ansatz, um unterstützend und beruhigend auf Menschen einzuwirken.
Unter Akupressur verstehen wir Techniken, die mit Fingerdruck Einfluss auf das Qi, die
Lebenskraft des Menschen, nehmen. Sie hat ihren Ursprung in der fernöstlichen Medizin.
Methode
MediAkkupress medizinische Akupressur und Qi Gong ist eine Methode, die die gleichen Punkte wie die Akupunktur verwendet, aber statt der Nadelbehandlung die menschliche Berührung zu deren Stimulation einsetzt. Dabei spielt die Qualität der Berührung eine besondere Rolle. Die Punkte werden mit einem sehr leichten Druck gehalten, ohne Schmerzen zu verursachen. Dies geschieht auch mit der Absicht, dem Patienten ein Gefühl von Gehaltensein und Geborgenheit zu vermitteln. Da der Druck stetig ist und seine Stärke gleich bleibend, entsteht eine Qualität von Präsenz und Unterstützung.
Die Punktauswahl in MediAkkupress wird auf dem Hintergrund der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) getroffen, in der es Beschreibungen der Wirkweisen der einzelnen Punkte gibt.
Auf dieser Grundlage sind kurze Sequenzen von Punktkombinationen zu unterschiedlichen Indikationen zusammengestellt worden, die sich in jahrelanger Praxis bewährt haben. Sie sind leicht in unterschiedliche Betreuungs- und Pflegesituationen integrierbar und lassen sich auch von Angehörigen erlernen.
Indikationen:
  • Allgemeine Anspannung und Schmerz
  • Angst und Unruhe: Allgemein, bei Demenzerkrankten, im Sterbeprozess  
  • Medikamentös bedingte Übelkeit(u.a. auch bei Chemotherapie, Antibiotika, Opiate)
  • Übelkeit unklarer Genese
  • Erschwerte Atmung
  • Verschleimung
  • Obstipation und Durchfall
  • Ödeme
  • Spastik und Kontrakturen
Einsatzbereiche:
Krankenhäuser, Alten- und Pflegeeinrichtungen, Ambulante Dienste, Betreuung Demenzerkrankter, Palliativstationen, Hospize.
Zielgruppe: Alten und KrankenpflegerInnen, BetreuungsassistentInnen ehrenamtliche HospizhelferInnen
Referentin: Dorothee Wellens-Mücher, Altenpflegerin, Heilpraktikerin, studiert seit 1980 Akupressur und Qi Gong und unterrichtet Menschen aus medizinischen Fachberufen seit 1985 in Akupressur, unter anderem in Palliativ Care Kursen. Sie begründete MediAkkupress und stellte diese Methode auf unterschiedlichen Pflege- und Palliativkongressen vor. Buchveröffentlichung 2006 „MediAkkupress Einführung“, Mitautorin von „Palliativkompetenz und Hospizkultur entwickeln“ 2008 sowie „Umgang mit Demenz“ 2009 Behr´s Verlag
Termin: 04. – 05. Juli 2012, ViVere-Seminarhaus, 55767 Schwollen
Anfragen, Anmeldung und Info´s unter info@vivere-aromapflege.de 
oder 06787-97 18 38

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Wieder einmal wird mir die Frage gestellt, wie kann Aromapflege im Altenheim implementiert werden? Wie kann ich die Hausleitung/PDL und die Mitarbeiter von der Notwendigkeit und den Vorteilen der Aromapflege überzeugen? Wie schreibe oder erstelle ich ein Konzept, um Aromapflege fachgerecht durchzuführen und dem Thema „Hand und Fuß“ zu geben?
Fragen über Fragen……doch lasst mich von vorne beginnen:

In dem besagten Fall sind bis auf zwei Pflegekräfte, welche ein Basisseminar besucht haben, keine Mitarbeiter mit der Thematik vertraut. Selbst diese beiden Mitarbeiter konnten die Aromapflege nur im privaten Bereich ein- und umsetzen. Dies bedeutet, dass in der Einrichtung Aromapflege bis heute eigentlich nicht angewendet wurde.

Nun geht es den beiden Mitarbeitern darum, erst einmal die Heimleitung über ihr Vorhaben zu informieren. Dies sollte immer mit einer guten Vorbereitung passieren. Ich empfehle daher sich Gedanken darüber zu machen, in welchen Bereichen die Aromapflege eingesetzt werdern soll, z.B. in der alltäglichen Pflege, zur Raumbeduftung, in der Betreuung demenziell veränderter Menschen oder evtl. im palliativen Bereich.

Dazu sollten dann die nötigen Informationen gesammelt und notiert werden:

  • Was ist Aromatherapie/-pflege
  • Wie kann sie eingesetzt werden (Einreibungen, Bäder, Duftlampe usw.)
  • Welche Vorraussetzungen für die Umsetzung müssen gegeben sein (Schulung der Mitarbeiter, Information von Angehörigen)
  • Welche Kosten kommen auf die Einrichtung zu (Kostenplan erstellen)
  • Welche Vorteile bringt die Aromatherapie/-pflege (Geruch – eine Visitenkarte für die Einrichtung, sorgt für körperlich-seelisches Wohlbefinden, unterstützt die Schulmedizin usw.)

Diese Informationen können in einer Art „Bewerbungsmappe“ zusammengestellt werden. Meine Erfahrung der letzten 10 Jahre hat mir immer wieder gezeigt, dass eine gute Vorbereitung vor einem Gespräch mit Heim- oder Pflegedienstleitung die halbe Miete ist.

Ist dieser Schritt getan und das Gespräch positiv verlaufen, muss nun ein Konzept erarbeitet werden, in welchem die genauen Inhalte der geplanten Aromapflege-/therapie für die Einrichtung ausgearbeitet wurden.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus einem Konzept, welches ich für das Hospiz-Emmaus in St. Wendel ausgearbeitet habe:

1. Leitbild der Aromapflege

1.1 Ganzheitliches Denken

„Du zählst weil Du Du bist,
und Du wirst bis zum letzten Augenblick deines Lebens eine Bedeutung haben.“
Cicely Saunders

Aromatherapie ist eine altbewährte Methode ganzheitlichen Heilens, die in den letzten Jahren zunehmend beliebter wurde. Über unseren Geruchsinn wirken Aromaöle auf Körper, Seele und Geist gleichzeitig. Obwohl die Verwendung von Pflanzen zu Heilzwecken so alt ist wie die Menschheit selbst, hat sich die Aromatherapie erst in den letzten 40 Jahren zu einer echten Wissenschaft entwickelt. In den letzten Jahren fand die Aromatherapie dann schließlich auch Eingang in unsere Schulmedizin. Aromatherapie ist eine sanfte und natürliche Therapieform, die unsere anderen Therapieformen unterstützen kann.

1.2 Aromapflege im Hospiz Emmaus

Die Arbeit der Aromapflege sollte anlehnen an das Modell der Salutogenese, denn die Aromapflege erreicht die Sinneskräfte, hilft bei der Sinnfindung des Menschen und wirkt deshalb auch salutogenetisch.
Der Begriff „Salutogenese“ besteht aus zwei griechischen Worten und bedeutet „das Entstehen von Gesundheit, von Heil-sein“. Die Fragestellung der Salutogenese: „Wodurch bleibt ein Mensch gesund?“, bringt andere Antworten hervor, als die Frage der Pathogenese:“Was macht den Menschen krank?

Definiert wurde dieser Begriff von Aaron Antonovsky der ein Kohärenzkonzept
zusammenfasste:

  • Verstehbarkeit der Situation
  • Handhabbarkeit der Situation
  • Bedeutsamkeit der Situation

………..

3 Bedeutung für die Mitarbeiter

Die praktische Umsetzung bedarf jedoch einer sorgfältigen Planung und einer gezielten Absprache, zwischen den verschiedenen Berufsgruppen, um auftretende Konflikte so gering wie möglich zu halten.

Die Anwendung der Raumbeduftung bis hin zum Einsatz in der Prophylaxe so wie Ganz- u. Teilkörperwaschungen, Massagen, Wickel und Auflagen dürfen nur mit entsprechender Sachkenntnis erfolgen.
Deshalb entwickeln wir unser Wissen in der Aromapflege weiter und kooperieren mit Experten in diesem Bereich und in der Gesundheitspflege.

  • Wir schaffen Rahmenbedingen, in denen sich der uns anvertraute Mensch wohlfühlt.
  • Wir halten getroffene Vereinbarungen ein, nehmen Beschwerden ernst und gehen ihnen nach.
  • Wir beziehen die Angehörigen in die Aromapflege mit ein.
  • Wir erkennen die Grenzen der Aromapflege und halten diese ein.

3.1 Qualifikation der Mitarbeiter

Jeder examinierte Mitarbeiter (in) hat am Basis- und am Aufbauseminar teilgenommen.
Jeder nicht-examinierte Mitarbeiter (in) hat am Basisseminar teilgenommen.

Seminarinhalte siehe Anhang 1

Weitere Inhalte dieses Konzeptes sind z.B.:

  • Bedeutung der Aromapflege für den Patienten
  • Inhalt und Ziele des Aromapflegekonzeptes
  • Wo wird die Aromapflege eingesetzt
  • Geplante Pflegeleistungen
  • Aromapflege-Prozessmodell
  • Aromapflegeplanung

Da diese oben beschriebenen Fragen für meine Kursteilnehmer häufig auftauchen, habe ich vor einigen Jahren das Seminar „Konzeptarbeit Aromapflege“ geschrieben. Als erste Seminarleiterin habe ich dieses Seminar angeboten und es zu einem festen Bestandteil in der Arompflege Ausbildung gemacht.

Der nächste Termin für dieses Seminar ist am 23. Februar 2012

Seminar Konzeptarbeit
Inhalte:                      

  • „Alternative/komplementäre Pflegemethoden“ und geltendes Recht
  • Einführung der Aromapflege in der Einrichtung (z.B. Voraussetzungen, Vorbereitung, Schulungen, Grundausstattung usw.)
  • Rezepturen richtig erarbeiten
  • Präsentation der Aromapflege in der Öffentlichkeit (Werbung, Angehörigen-, Patienten- und Bewohner Information, Öffentlichkeitsarbeit)

Praktische Übungen:

  • Erarbeiten von Pflegerezepturen für Bewohner/Patienten
  • Sanddornöl „Rotes Wunder“

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Immer wieder erlebe ich in meinen Seminaren und im Hospiz, dass Menschen den Duft des Lavendels überhaupt nicht mögen. Oft assoziieren sie negative Erinnerungen (z.B. an Kindheitserlebnisse) mit diesem Duft. Viele Putzmittel, Seifen und die Duftsäckchen im Kleiderschrank rochen danach.

Was tun, in so einem Fall, werde ich oft gefragt. Nun es ist nicht ganz einfach zu sagen: „Ersetze das Lavendelöl durch das Öl XY.“
Denn der Lavendel ist nun mal eines der wichtigsten Öle in der Aromapflege und der Aromatherapie!

Aber eine relativ gute Alternative hätte ich evtl. anzubieten.
Entscheidet selbst:

                                    Lavendel fein/extra                        Petit Grain

Monoterpene  ca.                4 %                                              8 %
Monoterpenole ca.             30 – 40 %                                    30 %
   davon Linalool ca.             29%                                            25%
Ester ca.                               50 %                                          60 %
davon Linalylacetat ca.         34 %                                          50 %   

Ich selbst habe schonmal ein Dekubitusprophylaxe-Öl für eine Patientin im Hospiz mit Bronchial-CA. gemischt, da dieser Dame beim Geruch von Lavendel furchtbar übel wurde, jedoch den Geruch von Petit-Grain fand sie wunderbar. Diese Ölmischung hat ihrer sehr Dekubitus gefährdeten Haut  sehr gut getan. Diese Mischung wird nun für alle verwendet die den Lavendel nicht mögen, jedoch eine gute Dekubitusprophylaxe benötigen.

50 ml Johanniskrautöl
10 Tropfen Petit Grain (Citrus aurantium ssp. aurantium)
3 Tropfen Weihrauch (Boswellia sacra)
3 Tropfen Manuka (Leptospermum scoparium)

Das ätherische Petit Grain Öl wirkt ausgleichend, beruhigend, schlaffördernd, spasmolytisch, antiinfektiös und ist zudem sehr hautpflegend und ein gutes Kinderöl.               

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Ab Herbst 2010 kann die Ausbildung zur Aromapflegerin/zum Aromapfleger in verschiedene Schwerpunkte unterteilt werden:

ViVere-Aromapfleger(in) Schwerpunkt Altenpflege
Inhalte:

  • Ätherische Öle im Jahreskreislauf – Sinnesbiograpie-Arbeit, Aktivierung und Anwendung ätherischer Öle bei demenziell Erkrankten
  • Konzeptarbeit Aromapflege – Rechtliche Grundlagen, Konzeption, Implementation und Rezepturerarbeitung
  • Spezialseminar Pflege- und Sterbebegleitung – Umgang mit Aromapflegeprodukten, ätherische Öle bei resistenten Keimen, ätherische Öle in den Sterbephasen nach Kübler-Ross

Vivere-Aromapfleger(in) Schwerpunkt Palliativ-, Hospiz- und Krankenpflege
Inhalte:

  • Spezialseminar Pflege- und Sterbebegleitung – Umgang mit Aromapflegeprodukten, ätherische Öle bei resistenten Keimen, ätherische Öle in den Sterbephasen nach Kübler-Ross
  • Ätherische Öle in der Hospiz- und Palliativpflege 
  • Konzeptarbeit Aromapflege – Rechtliche Grundlagen, Konzeption, Implementation und Rezepturerarbeitung

ViVere-Aromapfleger(in) Schwerpunkt „Die eigene Gesundheits- und Aromapraxis“ bzw. Wellness-Massage-Praxis
Inhalte:

  • Konzeptarbeit Aromapflege – Rechtliche Grundlagen, Konzeption, Implementation und Rezepturerarbeitung
  • Basisöle & Mazerate – Pflanzenöle und ihre Wirkungen in der Haut-Pflege und Ernährung
  • Aroma-Ganzkörper-Massage (2-Tage)

Basis- und Aufbauseminar sind bei allen Schwerpunkten gleich!
Selbstverständlich können auch die anderen Module zusätzlich gewählt werden. Weiterhin wird es ein zusätzliches Seminar mit dem Schwerpunkt Thema die Biochemie der ätherischen Öle, den verschiedenen Chemotypen und der Botanik geben.

Die Facharbeiten werden, wie in den Mindestanforderungen beschrieben, zu 2/3 aus eigenen Erfahrungsberichten/Projekten/Ideen/kleinen eigenen Studien usw. je nach Ausbildungs-Schwerpunkt erarbeitet.

Zusätzlich besteht für alle ViVere-Aromapfleger(innen) die Möglichkeit der Zusatzqualifizierung zum/zur Aroma-Gesundheitspraktiker(in) BfG.

Selbstverständlich könnnen auch weiterhin alle Seminare einzeln besucht werden.

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Morgen früh werde ich nach einer längeren (immer wieder wetterbedingten) Pause wieder meiner Herzensangelegenheit, nämlich der ehrenamtlichen Hospizbegleitung nachkommen. Ich werde ins Hospiz Emmaus in St. Wendel fahren. 

Ich beschäftige mich schon seit einigen Jahren mit dem Thema Sterben, da in einem Altenheim und auch in einem Hospiz das Sterben zum Leben gehört, war es mir sehr wichtig ein Öl zu mischen, welches dem Sterbenden und dessen Angehörigen, die Stärke zum Loslassen und Abschiednehmen geben sollte.

„Du bist du und ich möchte alles tun, damit Du Du sein kannst.“

Cicely Saunders

„Abschied“
Mimose Absolue
Benzoe Siam
Zeder

Mimose Absolue (Acacia dealbata)
Ausgleichend, veranlasst zum Loslassen

Benzoe Siam (Styrax tonkinensis)
Einhüllend und tröstend

Zeder (Cedrus atlantica)
Stabilisierend in Krisensituationen

Aus diesen drei Ölen mische ich entweder ein Körperöl oder ich gebe es in die Duftlampe. Für das Körperöl gebe ich auf 50 ml Basisöl 4 Tropfen Mimosen Absolue, 2 Tropfen Benzoe Siam und 2 Tropfen Zeder.
Die Mischungen für die Duftlampe ist: Mimosen Absolue (3 Tr.), Benzoe Siam (1 Tr.), Zeder (1 Tr.).

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass zwischen dem Sterbenden und den Angehörigen oder der Altenpflegerin eine sehr harmonische, ausgleichende und ruhige Atmosphäre entstand.
Wir werden auch oft von Angehörigen angesprochen, die sich für den schönen Abschied von ihren Lieben bedanken.

Seit ein paar Wochen gibt es meine Rezeptur „Los-lassen“ als fertige Raumduft-Mischung aus hochwertigen Ölen.
Diese Mischunge enthält u.a. 
Bergamotte (citrus bergamia)
Rosenholz (Aniva rosaeodora)
Zeder (Cedrus atlantica)
Lavendel fein (Lavandula angustifolia)

Eine weitere Mischung ist entstanden aus dem Bedürfnis heraus gerade in den letzten Lebensstunden eine besondere Atmosphäre für den Sterbenden, die Angehörigen und das Pflegepersonal zu schaffen. Diese Mischung ist eine wunderbare Kombination geworden und kommt dem „Himmel sehr nah“.
Ich habe ihr den Namen „Engelsgleich“ gegeben:

Oud (Aquilaria agallocha)
Iris 1% (Iris florent var. florent)
Sandelholz (Santalum album)
Rose türk. (Rosa damascena)
Mandarine rot (Citrus reticulata)

Auch da wo man denkt es gibt nichts mehr zu tun, kann man noch sehr viel geben, ich erlebe es immer wieder das es eine besondere Atmosphäre ist, an dem Ort zu sein, wo das Leben zu Ende geht. Ich bin froh und dankbar dafür, dass die Gäste im Hospiz mir die Gelegenheit geben, an Ihrer Seite sein zu dürfen und ich ein Stück von mir geben kann.

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Welche Anwendungsmöglichkeiten bietet die Aromapflege im Pflegebereich?
Dies ist eine häufig gestellte Frage von Heimleitungen, Pflegedienstleitungen und Pflegekräften, bevor sie sich dazu entschließen ein Seminar zu diesem Thema zu besuchen bzw. in ihrer Einrichtung anzubieten.

Hier möchte ich eine kleine Auswahl an  Möglichkeiten aufzeigen:

Wichtig: Ätherische Öle immer in Absprache mit den Ärzten, der Klinikleitung oder der Pflegedienstleitung verwenden!!!

Eine sehr einfache, aber dennoch effektive Methode ist das Aufträufeln eines Öltropfens auf den Kittel der Pflegerin/des Pflegers, der Patient nimmt den Duft zum Beispiel während der morgendlichen Pflege war. Morgens könnte es ein aktivierender Duft wie z.B. Bergamotte, Zitrone oder Lavandin sein und am Abend etwas beruhigendes wie Lavendel, Kamille röm. oder Mandarine rot. (Diese Methode kann jedoch Flecken auf dem Kittel hinterlassen.)

Duftlampen ( nur elektrische Geräte verwenden!) zur Raumbeduftung, Duftsteine (eignen sich nur für eine begrenzte qm – Zahl)

Einreibungen/Teilmassagen
wie z.B. Arm- und Handmassagen, Fußmassagen, Atemstimulierende Einreibungen

Rezept für eine ASE
50 ml Johanniskrautöl
2 Tropfen Pfefferminze (Mentha piperita)
3 Tropfen Weihrauch (Boswellia sacra)
3 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia/vera)

Prophylaxe
z.B. Dekubitus-, Pneumonie-, Kontrakturen-, Intertrigoprophylaxe usw.

Waschungen
z.B. belebende oder beruhigende Waschungen


Wickel und Kompressen

Ölkompressen z.B. unterstützend bei Blasenentzündung, Ängsten, Schlafstörungen

Rezept für eine Ölkompresse bei Unruhe
1 Eßlöffel Basisöl (z.B. Johanniskrautöl)
1 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia/vera)
1 Tropfen Melisse (Melissa officinalis)
1 Tropfen Rosenholz (Aniba rosaeodora)

diese Mischungung auf eine Kompresse geben und auf den Brustkorb auflegen. Besonders angenehm ist es, wenn die Ölmischung leicht angewärmt ist (nicht in der Mikrowelle!!!)

Teilbäder
z. B. Handbäder (bei Unruhe und Ängsten), Fußbäder (beruhigend oder aktivierend) oder Sitzbäder (z.B.bei Blasenentzündung)

Inhalation
Auf eine Inhalation nur 1 – 2 Tropfen ätherisches Öl. Am besten man stellt eine Grundmischung her, d.h. man mischt ätherische Öle untereinander (ohne Basisöl).

Rezeptur für eine Grundmischung bei Sinusitis
10 Tropfen Ravintsara (Cinnamomum camphora)
10 Tropfen Zitrone (Citrus limonum)
10 Tropfen Thymian linalool (Thymus vulgaris ct. linalool)

von dieser Mischung 1 Tropfen pro Inhalation.

Im Pflegebereich bitte alle Anwendungen mit ätherischen Ölen genau protokollieren.

1.    Häufigkeit der Anwendung
2.    Rezeptur
3.    Dauer
4.    evtl. auch mit Fotos (z.B. bei Dekubitus)

Die Dauer der Behandlung sollte nicht länger als 3 Wochen am Stück sein. Man sollte dann auf ähnlich wirksame Öle zurückgreifen.

Dies sind einige Anwendungsbereiche, die sich sehr bewährt haben in der Pflege und oft ohne oder nur mit einem geringen Mehraufwand in die tägliche Pflege integriert werden können!

Die Pflegekraft trägt bei der Aromapflege, wie auch bei allen anderen Pflegetätigkeiten eine Verantwortung, nämlich die Pflegeverantwortung. Sie muss die Grenzen und Möglichkeiten durch ihre Fachkenntnis realistisch und verantwortlich einschätzen können, dies wiederum setzt eine Weiterbildung im Bereich Aromapflege zwingend voraus.

Aromapflege erweitert das ganzheitliche Pflegekonzept alter und kranker Menschen maßgeblich.

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