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Archive for the ‘Aromatherapie’ Category

In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Phytotherapie wurde ein Artikel über Phytopharmaka und wie deren Stellenwert in stationären Einrichtungen ist, veröffentlicht.

Viele Dinge in diesem Bericht regen doch sehr zum Nachdenken über den Umgang und die Verabreichung von oft viel zu vielen Medikamenten bei alten Menschen, an.

Alte Menschen leiden oft unter vielen unterschiedlichen Erkrankungen oder auch Mehrfacherkrankungen (Multimorbidität), bekommen viele unterschiedliche Medikamente (Polymedikation) und sind durch vorhandene funktionelle Einschränkungen belastet.

Als Polymedikation bezeichnet man die Verabreichung von mehr als 5 Arzneimitteln, dies kommt in Pflegeheimen sehr häufig vor. Diese Menge an verabreichten Medikamenten bedeutet nicht selten einen Risikofaktor für unerwünschte Arzneimittelwirkungen und kann geriatrische Syndrome negativ beeinflussen. Die Sturzgefahr erhöht sich, Gedächtnisstörungen können auftreten, Patienten sind verwirrt, parkinsonähnliche Symptome treten auf oder es kommt zu einer Orthostasestörung (Orthostase = Körperhaltung).  Häufig treten Nebenwirkungen durch bestimmte Arzneimittel auf, die wiederum zu einer Verschreibung eines neuen Medikamentes führen, da diese Nebenwirkungen nicht als solche erkannt werden, dies nennt man auch Verschreibungskaskade. Zu einer ungenauen Diagnostik kommt es bei alten Menschen auch durch eingeschränkte Kommunikationsfähigkeit und unzureichender Selbstwahrnehmung.

Mittlerweile gibt es gute Zusammenstellungen von Arzneistoffen die solche Neben- und Wechselwirkungen aufzeigen können. Eine dieser ersten Listen war die so genannte Beers-Liste. Mark Beers hat diese Aufstellung speziell für Pflegeheime entwickelt. Durch mehrfache Aktualisierung wurde deutlich, dass 21 – 40 % der Verordnungen unangemessen waren!!! In Deutschland steht seit dem Jahre 2010 die so genannte PRISCUS-Liste zur Verfügung.

In neueren Untersuchungen in deutschen Pflegeheimen hat sich herausgestellt, dass über 40 % der Bewohner mindestens ein Arzneimittel erhielten, welches laut der PRISCUS-Liste als möglicherweise unpassend eingestuft wird.  20 % zwei und 5 % bekamen drei und mehr unpassende Medikamente verabreicht.

Zu häufig verabreichten Medikamenten bei alten Menschen zählen Benzoediazepine, diese werden eingesetzt als Antidepressiva, Neuroleptika und bei der Behandlung von Ein- und Durchschlafstörungen. Sie haben jedoch erhebliche Nebenwirkungen, z.B. unterdrücken sie die Tiefschlafphase, was wiederum verhindert, das der Schlaf als erholsam  empfunden wird. Daraus resultiert, das der Patient sich müde fühlt, traurig (depressive Verstimmungen) ist, Schwindelgefühle können auftreten, diese wiederum begünstigen das Sturzrisiko ………

Gerade bei Schlafstörungen bietet uns die Aromatherapie so viele komplementäre Möglichkeiten der Unterstützung. In einem von mir betreuten Pflegeheim in Andernach berichteten mir die Pflegekräfte bei der letzten Schulung, von tollen Erfolgen mit Lavendel-Waschungen, Einreibungen und warmen Handwickeln. Bei einer Bewohnerin wurde die Schlafmedikation vom Hausarzt sogar abgesetzt. Die Bewohnerin nimmt wieder am Leben teil, fühlt sich ausgeschlafen und ausgegelichen.

Lavandula angustifolia zählt zu den besterforschsten ätherischen Ölen.

Ätherische Öle, welche Ester, Linalool (Monoterpenalkohol) oder Sesquiterpenverbindungen enthalten wirken ent-spannend, beruhigend und schlaffördernd (uvm.). Sie können als Badezusatz, Einreibung oder Inhalation angewendet werden und das (bei richtiger Dosierung) ganz ohne Nebenwirkungen!

Ein weiteres häufig verordnetes Medikament bei Senioren ist Metoclopramid (MCP), dessen Nebenwirkungen zu unterschiedlichen parkinsonähnlichen Symptomen führen kann. Auch verträgt sich das Medikament oft nicht mit den bereits angeordneten Psychopharmaka. Nicht selten werden Störungen normaler Bewegungsabläufe beobachtet, da diese aber bei alten Menschen häufig auftreten, werden sie meist nicht als mögliche Nebenwirkung des Medikamentes in Betracht gezogen.

Viele alte Menschen erhalten MCP als Dauer- oder Bedarfsmedikation bei Übelkeit. Auch bei diesen Beschwerden können sehr gut  ätherische Öle zum Einsatz kommen.

Ätherische Öle wirken hier direkt auf den Gastrointestinaltrakt und auf das Zentrale Nervensystem.

geeignete ätherische Öle:

Zitrone, Limette -> wirken auf die Leber stärkend, klärend
Pfefferminze -> wirkt erfrischend, antiemetisch, entkrampfend
(Pfefferminze wirkt gleichwertig antimetisch (gegen-Erbrechen) wie Metoclopramid oder Ondansetron, lt. Leicester, Hunt, 1982, McKenzie, Gellacher, 1989, Franchomme,1980, Figuenick, 1998, Tate 1997)

Ingwer, Kardamon, Fenchel -> bei Appetitmangel, Verdauungsbeschwerden
Orange, Mandarine rot, Litsea -> stärken den Magen, wirken spasmolytisch

Die Bitterorange (Citrus aurantium var. amara (per.)) regt die Darmperistalik an (Bewegungen des Darmes zur Durchmischung und Weiterbeförderung des Speisebreis).

Sicherlich gibt es noch viele andere ergänzende Möglichkeiten im Bereich der Aromapflege um ein zuviel an Medikamenten zu vermeiden:

Ängste
Unruhe
Schlafstörungen
Verdauungsstörungen
Übelkeit und
Schmerzen

sind nur einige, die ich hier nennen möchte. (Beim anklicken gelangt man auf einen entsprechenden Artikel aus dem Archiv)

Mein persönliches Fazit

Ich glaube, dass man mit komplementären Pflegemethoden wie der Aromapflege/-therapie, Phytotherapie und vielen anderen einiges an Medikamenten einsparen oder zumindest reduzieren könnte!

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Ausbildung zur Aromapflegerin/ zum Aromapfleger (alle Seminare auch einzeln belegbar)
Berufsbegleitende Fachausbildung mit Abschluss Zertifikat oder Buchung einzelner Seminare möglich.
Basisseminar Aromapflege*  € 195,– (gleichzeitig auch Ausbildungsstart):
11./12. September 2012
05./06. November 2012
15./16. Januar 2013
26./27. Februar 2013
06./06. Juni 2013
Aufbauseminar Aromapflege* € 195,–:
29./30. Oktober 2012
Spezialseminar Pflege/Sterbebegleitung mit ätherischen Ölen: 
19. Oktober 2012
01. März 2013
Aromapflege bei demenziell Erkrankten „Ätherische Öle im Jahreskreislauf“ Ätherische Öle im Jahreskreislauf – Sinnesbiograpie-Arbeit, Aktivierung und Anwendung ätherischer Öle bei demenziell Erkrankten (auch geeignet für den Betreuungsbereich und für Präsenzkräfte):
17. Oktober 2012
19. März 2013
23. Mai 2013
Seminar Basisöle und Mazerate (Pflanzenöle und Co.):
13. September 2012
17. Januar 2013
10. April 2013
Spezialseminar Konzeptarbeit (Einführung der Aromapflege in Ihrer Einrichtung und rechtliche Aspekte): 
14. September 2012
28. Februar 2013
24. Mai 2013

Seminar „Ätherische Öle im Hospiz und in der Palliativ-Pflege“
18. Oktober 2012
18. Januar 2013
09. April 2013
Aromapflege für die Psyche
02. Oktober 2012
18. März 2013
07. Juni 2013
Aromamassage € 230,–
11./12. Oktober 2012
14./15. März 2013
Aromapflege für Palliativfachkräfte € 310,–
18. – 20. September 2012
24. – 26. April 2013


Alle Tagesseminare € 120,–
Abschlussarbeit und Colloquium jeweils im Herbst und im Frühjahr
MediAkupressur 
22. – 23. Juni 2013 (Basisseminar)
17. – 18. Oktober 2013 (Aufbauseminar)
€ 240,–
Es ist mir gelungen eine tolle Gastreferentin zu gewinnen, Dorothee Wellens-Mücher. Frau Wellens-Mücher unterrichtet MediAkupressur. Akupressur bietet die Möglichkeit, ergänzend zur medikamentösen Behandlung positiv Einfluss auf verschiedene Symptome zu nehmen.
Kurze Punkt und Behandlungssequenzen zu folgenden Indikationen:
Allgemeine Anspannung und Schmerz
Angst und Unruhe allgemein und im Sterbeprozess
Medikamentös bedingte Übelkeit(u.a. auch bei Chemotherapie, Antibiotika, Opiate)
Übelkeit unklarer Genese
Erschwerte Atmung
Verschleimung
Obstipation und Durchfall
Ödeme
Kontrakturen und Spastik:
Es werden kurze Punktsequenzen erlernt, die in die tägliche Pflege und Prophylaxen integriert werden können.
Demenz:
Es werden kurze Punktsequenzen vorgestellt zu den Indikationen Angst und Unruhe, Anspannung und Erstarrung. Dabei werden besonders bei der Problematik Unruhe und Getriebensein aus der Sichtweise der chinesischen Medizin Unterschiede in den Erscheinungsformen erarbeitet.  
       
Einsatzbereiche:
Krankenhäuser, Alten- und Pflegeeinrichtungen, Ambulante Dienste, Betreuung Demenzerkrankter, Palliativstationen, Hospize.
Zielgruppe:
Alten und KrankenpflegerInnen, BetreuungsassistentInnen ehrenamtliche HospizhelferInnen. 
Ich selbst durfte vor einiger Zeit die wohltuende und schmerzlindernde Wirkung dieser Akupressur erfahren und bin begeistert, wie einfach sie in den Pflegealltag zu integrieren ist. Bei Interesse ist eine Aufbauende Fortbildung im ViVere-Seminarhaus geplant .

Qualifizierungsmaßnahme naturheilkundliche Pflege 2013
Ich freue mich 2013 Gisela Blaser bei mir begrüßen zu dürfen!!!
Das Angebot umfasst neun Schulungstage (jedes Modul kann aber auch einzeln gebucht werden) und richtet sich an medizinisches Fachpersonal, Ärzte, Kranken- und Kinderkrankenschwestern/-pfleger, Altenpfleger/-innen, Pflegehilfskräfte und Hebammen, Lehrer/-innen für Pflegeberufe sowie Praxisanleiter/-innen, Heilpraktikerinnen, Heilerziehungspfleger/-innen,Ergotherapeutinnen und andere Berufsgruppen auf Anfrage.
Die Teilnehmer erhalten ein breites Basiswissen in naturheilkundlicher Pflege.
Theoretischer Unterricht und praktisches Lernen werden kombiniert. Die Ausbildung soll die praktische Umsetzung im Arbeitsalltag ermöglichen.
Zu einem selbst gewählten Fachthema wird unterrichtsbegleitend in Einzel- oder Gruppenarbeit eine Facharbeit oder ein Poster erstellt.
Alle Module können einzeln besucht werden oder komplett als Zusatzqualifizierung.

28.-29.01.2013 Wickel und Auflagen


11.-12.03.2013 Heilpflanzentees und ätherische Öle

21.-22.05.2013 Heilpflanzenöle und Ölmischungen für die Pflege

02.09.2013 Wundpflege mit komplementären Methoden

03.09.2013 Naturheilkundliche Pflege bei Schmerzen

28.10.2013 Pflege bei Schlafstörungen, Präsentation von Poster oder Facharbeit, Abschluß
Jeweils von 9:00 bis 16:30 Uhr
Inhalte unter folgendem Link: ViVere-Aromapflege

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Duftkommunikation und betriebliches Gesundheitsmanagement
mit Christine Lamontain
11. – 12. April 2013
Das Olfaktorische als Potential für Pflege und Wohlbefinden
Duftkommunikation und die weniger bekannte Seite der ätherischen Öle, ihre seelisch-biologischen Themen.
Wie kann es sein, dass das, vom aromapflegerischen Standpunkt, optimale ätherische Öl abgelehnt wird? Es ist möglicherweise sein Duft, der dies bewirkt, verbunden mit einer unbewußten „Duftinformationsspeicherung“ beim Empfänger.
Auch die  Beschäftigten in der Pflege kommen  täglich mit „Geruchserinnerungen“  in Berührung. Sie sind Heldinnen und Helden im Umgang mit olfaktorischen Belastungen. Sie schaffen  es täglich  ihren Dienst mit hohem pflegerischem Engagement zu leisten. Olfaktorische  Hintergründe und  Zusammenhänge erklären so manche Befindlichkeit und Reaktion.
Duftkommunikative Aromapflege kann  ein genußvoller Faktor im betrieblichen Gesundheitsmanagement für  Beschäftigte sein und für ein Gefühl der  Zufriedenheit  bei den Bewohnern sorgen.

Aromapflegewoche in den Sommerferien
(Intensiv-Seminar)
vom 08. – 12. Juli 2013
5 Tage intensive Aromapflege Fortbildung.
2 Tage Basisseminar
3 Tages-Seminare (Von der Pflanze zum ätherischen Öl, Ätherische Öle im Jahreskreislauf, Hospiz- und Palliativpflege mit ätherischen Ölen)
In dieser Zeit lädt unser großer Garten (3500 qm, www.garten-er-leben.blogspot.com) zu einer Exkursion der verschiedensten ätherisch-Ölpflanzen ein. Kamille, Thymian, Minze & Co. „Von der Pflanze zum Wohlgeruch in der Flasche“.  Bei entsprechendem Wetter findet ein großer Teil der Seminare in der freien Natur statt.

Aromatogramme
Referentin: Dorothea Hamm – Apothekerin aus Karlsruhe
am 22. Februar 2013
referiert über die Erfahrungen mit Aromatogrammen, der Erstellung von Rezepturen und die Inhaltsstoffe der verwendeten Öle und dem Schutz vor Keimen.
Das Thema MRSA und andere krankmachende Keime beschäftigt nun schon seit einigen Jahren unser Gesundheitssystem. Immer mehr dieser Keime sind schlecht oder gar nicht mehr mit den herkömmlichen Medikamenten wie Antibiotika, behandelbar.
Doch die Aromatherapie bietet uns hier ein breites Spektrum an ätherischen Ölen, welche hier ihren sinnvollen Einsatz finden.
Ätherische Öle besitzen sehr gute antibakterielle und antimykotische Eigenschaften. Diese macht man sich bei einem Aromatogramm zunutze. Dabei wird die Wirkung bestimmter ätherischer Öle gegen klinische Keime ausgetestet, um die durch sie hervorgerufenen Infektionen wirksam behandeln zu können. Die ätherischen Öle stellen eine Ergänzung zu der antibiotischen Behandlung oder sogar eine gute Alternative bei den verschiedenen Infektionen dar. (Quelle ok-apotheke-karlsruhe)
Alle o.g. Seminare finden in unserem Seminarhaus im Hunsrück statt. Selbstverständlich bieten wir Ihnen alle Seminare auch als Inhouse-Schulung an, um auf die individuellen Bedürfnisse Ihrer Einrichtung eingehen zu können.

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Leider komme ich in den letzten Wochen nur selten zum Bloggen, da die Seminartermine mich fest im Griff haben.

Letzte Woche durfte ich einen ganzen Tag lang im Rahmen der Palliativ-Ausbildung in Fulda über die Aromapflege unterrichten. Im Rahmen der Ausbildung von Palliativ-Fachkräften sind eigentlich nur 3 – 4 Stunden Aromapflege, meist in Kombination mit Basaler Stimulation vorgesehen. So gesehen, war dieser Tag schon eine ausführliche Variante.

Der Wunsch von Kursleiterin Frau Manuela Straub war, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wichtige Informationen über den Umgang mit ätherischen Ölen zu vermitteln. Ausserdem sollten Sie einfache Rezepturen und Tipps für die Pflege schwerkranker Menschen mit nach Hause nehmen können.

Im Rahmen dessen, war dies eine große Herausforderung für mich, denn Aromapflege Basics beanspruchen im Allgemeinen schon mindesten zwei Tage.

Ich hatte mir dann folgenden Ablauf überlegt:

Die Teilnehmer/innen erfuhren etwas über die Geschichte der ätherischen Öle, deren Anbau und Gewinnungsverfahren. Ausführlich widmete ich mich dem Thema „Riechen“. Denn diese Zusammenhänge sollte man kennen, um zu verstehen, dass ätherische Öle zum Beispiel in der Lage sind, alleine übers Riechen Botenstoff-Ausschüttung anzuregen. Gerade bei Palliativ-Patienten nutzt man dieses Wissen mit bestimmten Ölen, um eine Endorphin Ausschüttung „anzukurbeln“.

Endorphine werden z.B. bei Unfällen ausgeschüttet, so dass zuerst kein Schmerz empfunden wird, auch Menschen, welche im Sterben liegen schütten eine Menge an Endorphinen aus, so dass sie keine Schmerzen empfinden. Auch direkt nach der Geburt verlieren die Mütter durch eine direkte Ausschüttung von Endorphinen, die Erinnerung an den Geburtsschmerz.
Endorphine sind so gesehen körpereigene „Schmerzmittel“.

Am Nachmittag durften alle Kursteilnehmer/innen wichtige Öle für die Palliativ-Pflege kennenlernen, wie z.B.

  • Lavendel (Lavandula angustifolia)
  • Zitrone (Citrus limon)
  • Pfefferminze (Mentha piperita)
  • Bergamotte (Citrus bergamia)
  • Iris (Iris germanica)
  • Tonkaextrakt (Dipteryx odorata)
  • Melisse (Melissa officinalis)

Einfache Tipps für Waschungen, Einreibungen und die Körperpflege mit den entsprechenden Ölen rundeten den Tag ab.

Da Frau Straub und mir sehr bewusst ist, dass diese Informationen bei weitem nicht ausreichen, um die Aromapflege fachgerecht und verantwortungsvoll umzusetzen, habe wir ein neues Konzept erarbeitet, was die Palliativ-Care Ausbildung abrunden soll.

Im Herbst beginnen wir in Gersfeld bei Fulda mit einer Zusatzqualifikation für Palliativ Fachkräfte.


Palliative Aromapflege

Beginn der Ausbildung im wunderschönen Barrockschloß in Gersfeld ist am 04. – 05. Oktober 2012

Anmeldung und Informationen bei Manuela Straub, Avevita
info@ave-vita.de

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Nachdem Eliane 2008 einen Artikel über Hydrolate geschrieben hatte, entstand einerseits etwas mehr Aufmerksamkeit in diesen spannenden Themenbereich, andererseits ist sie kritisiert worden, da sie nicht wissenschaftlich präzise formuliert (und geforscht) habe. Seitdem beschäftigte sie sich intensiver mit diesen Pflanzenwässern, damit sie endlich aus dem Schattendasein in der Aromapflege und -therapie herauskommen.
Diese Bestandsaufnahme ist vor allem entstanden, um zum vermehrten Gebrauch von Hydrolaten zu ermuntern. Sie hat (bislang) keinen Zugang zu Laboren, wo man sich mit Hydrolaten beschäftigt und so ist die vorliegende Zusammenfassung aus der Sicht einer Hydrolate­novizin für gleichermaßen interessierte Hydrolate-Laien verfasst.

Eliane Zimmermann sagt selbst, dass ihr  längst nicht alle Hydrolate bekannt sind und einige hat sie einmal ausprobiert und dann wieder verworfen. Dennoch ist sie der Meinung, diese „Wunderwässer“ verdienen mehr Beachtung, gerade in Bereichen, die in der Aromatherapie mit Warnhinweisen belegt werden müssen: im privaten Umfeld ohne Ausbildung, bei der inneren Anwendung, bei Babys, sensiblen und gebrechlichen Menschen, bei Epi­lep­tikern. Auch die Anwendung von ‘problematischen’ Düften wie Salbei und Ysop wird mit Hydrolaten endlich möglich.

Probedownload hier

So betrachte ich dieses Buch als Einladung und Aufruf, damit noch mehr Menschen in die Welt der Hydrolate einsteigen, dass wir Erfahrungen sammeln, dass wir uns austauschen. Damit diese wertvolle Dimension der Aromatherapie eine mindestens so große Beachtung findet wie die gesundheitsfördernde Anwendung von ätherischen Ölen.

Das Buch ist als Download hier verfügbar.

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Aus gegebenem Anlass möchte ich hier dieses Thema aufgreifen –

In einer Inhouse-Schulung in einem Alten- und Pflegeheim letzte Woche habe ich zum ersten Mal seit meiner fast 10-jährigen Dozententätigkeit eine derartige Situation erlebt:

Im Seminar saß ein junger Mann (ca. 25 Jahre alt), er war sehr freundlich und zuvorkommend, aber auch ein wenig introvertiert und scheu. Alle Teilnehmer(innen) folgten aufmerksam meinem Basisseminar Aromapflege und lernten die Grundkenntnisse wie Anbau, Qualitätsmerkmale der ätherischen Öle, Gewinnung, das limbische System und unterschiedliche Düfte und Rezepturen kennen. Viele Fragen wurden gestellt und beantwortet. Am Ende des ersten Tages des Basisseminares sollten die Teilnehmer dann eine Arm-Hand-Massage erlernen. Ich erklärte die einzelnen Griffe und erläuterte deren Sinn. Plötzlich teilte mir der junge Mann mit, dass er auf keinen Fall die Massage mitmachen möchte.

Zum Abschluß des Tages bat ich um eine kurze Feedbackrunde, in der mir obiger Teilnehmer sagte, dass er „derartige esoterische Dinge aus Glaubensgründen nicht mitmache“.

Am nächsten Morgen teilte mir die Pflegedienstleitung mit, dass er aus oben genannten Gründen nicht mehr weiter an dem Seminar teilnehmen wird.

Gestern erreichte mich dann via Facebook eine Mail dieses Teilnehmers, welcher mir unterstellte, dass meine Schulung „esoterische und ungläubige Elemente“ enthält.
Ich muss sagen, ich war und bin schockiert!

Ich habe versucht, ihm bereits im Seminar zu erklären, dass meine Schulungen und die Aromatherapie/-pflege zum größten Teil auf derzeit fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen und unzähligen Studien basiert.

Hier nur einige Beispiele:

Auf dem für mich besten Aromatherapie-Blog von Eliane Zimmermann, findet ihr viele weitere Studien und wissenschaftliche Hintergrundberichte zum Thema.

Bei der Aromatherapie/-pflege geht es in keinem Fall um esoterische Ansichten, davon möchte ich mich ganz klar distanzieren! Ich arbeite seit fast zehn Jahren in meinem Beruf und bilde Pflegekräfte aus im medizinischen und pflegerischen Bereich, dort hat Esoterik für mein Empfinden in keinster Weise einen Platz, denn hier geht es um die Arbeit mit und am Menschen. Ich habe größten Respekt vor alten und/oder kranken Menschen, deshalb liegt mir diese Arbeit sehr am Herzen.

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Wie ich gerade mit entsetzen bei Eliane´s Blog lesen konnte, ist wohl ab April 2011 eine Abschaffung vieler pflanzlicher Arzneimittel beabsichtigt.
Den Gesetzestext kann man nachlesen, wenn man 2004/24/EG in seine Suchmaschine eingibt.

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen …dass das Verkaufsverbot von Heilpflanzen in der EU
ab dem 1 April 2011 in Deutschland nicht greift.

Laut Europäischer Richtlinie zur Verwendung traditioneller und pflanzlicher medizinischer Produkte (THMPD) wird der Verkauf und die Anwendung von Naturprodukten stark eingeschränkt.

Begründung

Es handelt sich um eine Richtlinie der EU zur Vereinheitlichung des Zulassungsverfahrens für traditionelle Kräuterzubereitungen, die medizinisch eingesetzt werden. Damit werden Naturprodukte zu medizinischen Produkten umdeklariert, die zugelassen werden müssen. In allen EU Länder wird es dann verboten sein Heilkräuter oder Pflanzen zu verkaufen, die keine Lizenz haben.
Naturstoffe , denen man eine Heilwirkung zuschreibt werden nicht mehr als Lebensmittel eingestuft, sondern als Arznei. Nur was man patentieren und mit einer Schutzmarke im Handel monopolisieren kann ist erwünscht. Was einfach in der Natur wächst ist illegal.
Unsere Gesundheit wird dadurch nicht geschützt, sondern es werden die Umsätze und Profite der Grosskonzerne gesichert. Wir sollten selber entscheiden was gut für uns ist und welche Mittel wir nehmen, ob chemische Bomben oder sanfte Naturheilmittel.
Dadurch erfahren auch Krankenkassen eine Erleichterung weil immer mehr Leute dazu übergehen,
Naturprodukte ohne Rezeptschein zu kaufen.

Daher sollten bis zum 11. November möglichst viele Menschen diese Petition unterschreiben. Mit einer einfachen Registrierung auf der Seite des Deutschen Bundestages ist dies problemlos online möglich.

Diese Gesetzesänderung kommt am meisten den großen Pharmakonzernen zugute, jedoch den vielen Ärzten, Heilpraktikern und Aromapraktikern wird hiermit schlicht und einfach das Wasser abgegraben!

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14 Frauen und Männer konnten in den vergangen zwei Tagen Eliane Zimmermann´s Seminar Psycho-Aromatherapie vom Alltag bis zur Palliativpflege in meinem Seminarhaus in Schwollen erleben.

Eliane hat mit ihrer lebendigen und begeisternden Art die Seminarteilnehmer mit vielen AHA-Erlebnissen beeindruckt. Sie beleuchtete die Psychoaromatherapie von der Wohlfühlseite, aber besonders stellte sie wissenschaftliche Untersuchungen und Studien vor.

Das Thema Demenz und ätherische Öle nahm einen großen Platz im Kurs ein.
Die ätherischen Öle von Salvia officinalis und Salvia lavandulifolia haben in mehreren In vitro-Studien einen Anti-Cholinesterase-Effekt gezeigt. (Perry &amp; al. 2002, 2003, 2006, Ferreira 2006, Jukic 2007). Auch die Hauptbestandteile Borneon (Kampfer), 1,8-Cineol und α- Pinen zeigten, je nach Verdünnungsgrad, eine Unterdrückung von Acetylcholinesterase.

Immer wieder waren die Kursteilnehmer erstaunt, dass es so viele wissenschaftliche Erkenntnisse über den Einsatz und die Wirkung vieler ätherischer Öle gibt und wie einfach Erfolge erzielt werden könnten, es aber dennoch leider viel zu wenig in Pflegeheimen und Krankenhäusern ein- und umgesetzt wird.

Alles in allem ein tolles, professionelles und lehrreiches Seminar und wundervolle zwei Tage mit Eliane.

Im nächsten Jahr können Schüler, Kursteilnehmerinnen und Interessierte mit mir zu einer Botanik Woche in die Heimat von Eliane reisen. Dort können sie die einmalige Pflanzenwelt des Südwesten Irlands erleben. Heil- und Aromapflanzen aus der ganzen Welt gedeihen im milden Klima am Golfstrom. Wir besuchen die einmalige Pflanzeninsel Garinish Island mit einer spektakulären Pflanzen- und Baumsammlung und besichtigen herrschaftliche Gärten, zauberhafte Parks. Außerdem lernen wir das Herstellen von ätherischen Ölen, die Indian Head Massage und vieles, vieles mehr.



Infos bei ViVere oder Aida Aromatherapie. Termin: 11. – 18. Juni 2011

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