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Archive for the ‘Altenheim’ Category

Nachdem Eliane 2008 einen Artikel über Hydrolate geschrieben hatte, entstand einerseits etwas mehr Aufmerksamkeit in diesen spannenden Themenbereich, andererseits ist sie kritisiert worden, da sie nicht wissenschaftlich präzise formuliert (und geforscht) habe. Seitdem beschäftigte sie sich intensiver mit diesen Pflanzenwässern, damit sie endlich aus dem Schattendasein in der Aromapflege und -therapie herauskommen.
Diese Bestandsaufnahme ist vor allem entstanden, um zum vermehrten Gebrauch von Hydrolaten zu ermuntern. Sie hat (bislang) keinen Zugang zu Laboren, wo man sich mit Hydrolaten beschäftigt und so ist die vorliegende Zusammenfassung aus der Sicht einer Hydrolate­novizin für gleichermaßen interessierte Hydrolate-Laien verfasst.

Eliane Zimmermann sagt selbst, dass ihr  längst nicht alle Hydrolate bekannt sind und einige hat sie einmal ausprobiert und dann wieder verworfen. Dennoch ist sie der Meinung, diese „Wunderwässer“ verdienen mehr Beachtung, gerade in Bereichen, die in der Aromatherapie mit Warnhinweisen belegt werden müssen: im privaten Umfeld ohne Ausbildung, bei der inneren Anwendung, bei Babys, sensiblen und gebrechlichen Menschen, bei Epi­lep­tikern. Auch die Anwendung von ‘problematischen’ Düften wie Salbei und Ysop wird mit Hydrolaten endlich möglich.

Probedownload hier

So betrachte ich dieses Buch als Einladung und Aufruf, damit noch mehr Menschen in die Welt der Hydrolate einsteigen, dass wir Erfahrungen sammeln, dass wir uns austauschen. Damit diese wertvolle Dimension der Aromatherapie eine mindestens so große Beachtung findet wie die gesundheitsfördernde Anwendung von ätherischen Ölen.

Das Buch ist als Download hier verfügbar.

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Am Wochenende hatte ich die Gelegenheit eine Libanesische Zeder im Schloßpark von Bad Homburg zu fotografieren.
Ein wirklich beeindruckender Baum, fast 200 Jahre ist er alt und war ein Geschenk des Duke of Cambridge anlässlich der Hochzeit seiner Schwester mit Landgraf Friedrich VI. Joseph im Jahr 1818.

Die Zeder hat heute einen Stammumfang von 6,40 m in 1,20 m Höhe, ihre breiteste Ausladung beträgt über 35 m, bei einer Gesamthöhe von über 20 m.

als ob er ein Gesicht hätte

Schon von weitem war ich beeindruckt von der Größe dieses Baumes, aber als ich mich darunter befand, überwältigte mich das Gefühl, welche sanfte Kraft und Ruhe dieser Baum ausstrahlt. Unter seiner Krone konnte mir der Nieselregen und der Nebel nichts anhaben, ich fühlte mich geborgen, wie im Schoße einer liebevollen Großmutter. Es war als wollte sie mich beschützen.

In diesem Moment wurde mir bewusst, warum das Öl der Zeder ein 
„Mut-Kraft-und Zuversichtsöl“ ist.

Im Angesicht dieses Baumes fällt mir folgender Spruch  ein:
„Einen alten Baum verpflanzt man nicht!“

Dazu erzähle ich immer folgende Phantasie-Geschichte im Basisseminar:

Das Zedernöl zählt zu den „starken“ Ölen in der Aromapflege. Es ist ein Mut- und Kraftöl. Stellen Sie sich eine Zeder vor, dieser große stattliche Baum, der soviele Jahre alt werden kann. Nun kommen irgendwelche Menschen und möchten diesen Baum verpflanzen, weil er z.B. einer Straße weichen soll. Naturschützer aber möchten den Baum retten und versuchen ihn an einen anderen Ort zu bringen. Ein großer wichtiger Teil des Baumes – die Wurzeln bleiben unserem Auge verborgen, sind aber essentiell wichtig für das Überleben. Dazu benötigt man einen großen Bagger und viele helfende Hände. Der Baum muss in einem großen Radius ausgegraben werden, um seine Wurzeln nicht zu verletzen. An seinem neuen Platz muss ein noch viel größeres Loch geschaffen werden, um den Wurzeln die Möglichkeit zu bieten, sich wieder fest in der Erde zu verankern und dem Baum wieder Halt zu geben. Wenn dieser Baum es schafft zu überleben, dann nur mit Hilfe vieler helfender Hände, Fürsorge und guter Erde.

Überträgt man diese Geschichte  in das Leben eines alten Menschen, der in ein Pflegeheim muss – auch er  hat Wurzeln, je älter ein Mensch, desto größer sein „Wurzelwerk“ – seine gewohnte Umgebung, seine Familie, Freunde, Tiere, persönliche Gegenstände, Erinnerungen uvm. Wo werden die Wurzeln dieses Menschen abgebraben? Wie viel Platz bekommt er in seinem neuen zu Hause? Wer kümmert sich darum, dass er ankommt, sich wohl fühlt, kein Heimweh bekommt? Diese Fragen machen nachdenklich und traurig.
Genau für diese Lebenssituationen brauchen wir das Zedernholzöl, wenn wir uns „entwurzelt“, alleingelassen, hilf- und kraftlos fühlen. Es vermittelt Mut, Kraft und Zuversicht.

Wie fühlt sich wohl ein alter Mensch, der aus seiner gewohnten Umgebung und seinem sozialen Umfeld „verpflanzt“ oder gar herrausgerissen wird? Ein kleines Zimmer mit fremden Möbeln, fremde Menschen, fremde Gerüche und viele neue, meist beängstigende Eindrücke erwarten ihn, in seinem neuen zu Hause. Oft kann man sogar sehen, wie dieser Mensch in sich zusammen sinkt, gebückter Gang, hochgezogene Schultern, trauriger Blick und Sprachlosigkeit.  In meiner praktischen Arbeit mit alten Menschen, konnte ich mit folgenden Mischungen ein wenig Mut, Kraft und Zuversicht wecken. Natürlich spielt hier die Zuwendung, das Interesse an dem Bewohner und die Berührung eine maßgebliche Rolle.

Willkommens-Duftlampe beim Einzug ins Altenheim
4 Tropfen Orange (Citrus sinensis)
2 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)
2 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)


Körperöl „Kraft und Zuversicht“
50 ml Johanniskrautöl
3 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)
4 Tropfen Mandarine rot (Citrus reticulata)
1 Tropfen Rosen absolue (Rosa damascena)
2 Tropfen Vanille (Vanilla plantifolia)
2 Tropfen Blutorange (Citrus sinensis)

Das bekannteste Zedernöl ist das Atlas-Zedernöl (Cedrus atlantica), es wird aus dem Holz des Baumes gewonnen. Es besteht fast ausschließlich aus Sesquiterpen-Verbindungen, welche als sehr gut (haut-) verträglich, stabilisierend, entspannend und beruhigend gelten. Auf der körperlichen Ebene wird das Zedernöl bei Erkältung, Husten (entspannend auf die glatte Muskulatur der Bronchien), zur Förderung des Lymphflusses, fettiger Haut, zur Ent-Spannung der Kopfhaut uvm. eingesetzt.
Auch bei Heuschnupfen wird es in verschiedenen Mischungen empfohlen.

In der früheren Literatur fand man oft Warnhinweise zur Zeder, diese sind jedoch nicht von Bedeutung und kamen durch eine Verwechslung mit den amerikanischen „Zedern“ (Red Cedar) zustande, diese wirken vereinzelt toxisch, da es sich hier um Thuja Gewächse handelte.

Es ist zu vermuten, dass die Ägypter unter anderem Zedernöl zur Einbalsamierung ihrer Toten gebrauchten und sie sogar in Zedernholzsärge betteten. Zedernholz wird heute noch zur Insektenabwehr, vor allem von Motten, in Kleiderschränke gelegt.

Anwendungsgebiete:

  • Husten
  • Keuchhusten
  • Heuschnupfen
  • Läuse
  • Schlafstörungen
  • Trauer
  • Trennungsschmerz und – angst
  • Pupertätskrisen
  • Stress
  • Angespanntheit
  • Nervosität

Bewährte Rezepturen:

Grundmischung „Abschiedsschmerz“
6 Tropfen Schafgarbe (Achillea millefolium)
18 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)
18 Tropfen Benzoe Siam (Styrax tonkinensis)
24 Tropfen Mandarine rot (Citrus reticulata)
12 Tropfen Melisse (Melissa officinalis)
12 Tropfen Iris 1 % (Iris germanica)

Mutöl für Kinder (z.B. bei Schulwechsel, bei Trennungsängsten usw.)
50 ml Johanniskrautöl (im Sommer ein anderes Basisöl verwenden)
2 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)
4 Tropfen Mandarine rot (Citrus reticulata)
2 Tropfen Vanille (Vanilla plantifolia)
2 Tropfen Neroli (Citrus aurantium)

Flugangst
Hier können alle oben genannten Öle zum Einsatz kommen, zusätzlich bei Übelkeit kann noch Zitrone (Citrus limonum), Pfefferminze (Mentha piperita) und Ingwer (Zingiber officinalis) dazu gemischt werden.
 
Riechfläschchen bei Flugangst
4 Tr. Neroli
(Citrus aurantium)
3 Tr. Zeder (Cedrus atlantica)

3 Tr. Bergamotte (Citrus bergamia)

2 Tr. Lavendel fein (Lavandula angustifolia)

2 Tr. Petit Grain (Citrus aurantium)

4 Tr. Zitrone (Citrus limon)

1 Tr. Pfefferminze (Mentha piperita)

 
Saunaduft „Meditation“ toll zum entspannen und meditieren z.B. mit Klangschalen in der Sauna
50 ml Alkohol
8 Tropfen Weihrauch arabisch (Boswellia sacra)
10 Tropfen Rose indisch (Rosa damascena)
5 Tropfen Sandelholz (Santalum album)
3 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)
8 Tropfen Mandarine rot (Citrus reticulata)

Während der Erkältungszeit stelle ich mir meist Grundmischungen her, d.h. ich mische verschiedene ätherische Öle zusammen und kann dann diese Mischung für die Duftlampe, Inhalation, oder das Herstellen von Brustölen/-balsamen benutzen.

Grundmischung für Kinder

3 Tropfen Angelikawurzel (Angelica archangelica)
8 Tropfen Benzoe Siam (Styrax tonkinensis)
4 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)
3 Tropfen Zitronenmyrte (Backhousia citriodora)
5 Tropfen Eukalyptus staigeriana (ein guter „Kinder-Eukalyptus)
5 Tropfen Cajeput (Melaleuca cajeputi)
5 Trofpen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)

Anwendungsmöglichkeiten der Grundmischungen:

Raumbeduftung 
je nach Raumgröße 5 – 8 Tropfen / Duftlampe

Inhalation
1 Tropfen auf einen Topf mit heißem Wasser

Brustöl/-balsam
Kleinkinder: 5 Tropfen auf 50 ml Johanniskrautöl
Kinder: 15 Tropfen auf 50 ml Johanniskrautöl
Erwachsene: 15 – 20 Tropfen auf 50 ml Johanniskrautöl

Spray bei Heuschnupfen
30 ml Melissenhydrolat
10 Tropfen Manuka (Leptospermum scoparium)
10 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)
20 Tropfen Zypresse (Cupressus sempervirens)
5 Tropfen Melisse 10% ( Melissa officinalis)
10 Tropfen Zitrone (Citrus limonum)

von dieser Mischung sprühe ich mir mehrmals täglich als Dekolteespray und atme dabei tief ein

Manuka habe ich noch mit dazu genommen, da er stressabbauend und schleimhautregenerierend wirkt, Melisse wirkt beruhigend, ausgleichend und leicht antiallergisch, Zitrone hauptsächlich wegen dem frischen Geschmack, ausserdem fördert sie den Entgiftungsprozess über Leber und Niere.

Riechstift
3 Tropfen Zeder (Cedrus antlantica)
2 Tropfen Zypresse (Cupressus sempervirens)
2 Tropfen Wasserminze (Mentha aquatica)

bei geschwollener Nasenschleimhaut in die Nasenöffnung stecken und tief einatmen.

Roll-on
10 ml Alkohol
2 Tropfen Angelikawurzel (Angelica archangelika)
4 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)
2 Tropfen Zypresse (Cupressus sempervirens)
1 Tropfen Wasserminze (Mentha aquatica)

Bei Bedarf die Nasenflügel und den Naseneingang damit einreiben.

Ich habe in den letzten Jahren mit diesen Mischungen sehr gute Erfahrungen gemacht, meine Pollen-UNverträglichkeit ist wesentlich weniger heftig, Atemnot habe ich seit zwei Jahren nicht mehr erlebt und die Dauer der allergischen Reaktionen hat sich stark verkürzt.
Für den Notfall nehme ich eine Mischung aus Zeder, Zypresse und Manuka  zwei Tropfen auf einem Stück Würfelzucker zu mir.

Juckende Kopfhaut
Sonnenblumenöl im Verhältnis 9:1 mit Sanddornfruchtfleischöl mischen
2 Tropfen Manuka (Leptospermum scoparium)
2 Tropfen Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
2 Tropfen Zeder (Cedrus atlantica)
die Kopfhaut einmassieren, eine halbe Stunde einwirken lassen und danach auswaschen mit einem milden Bio-Shampoo.

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Wieder einmal wird mir die Frage gestellt, wie kann Aromapflege im Altenheim implementiert werden? Wie kann ich die Hausleitung/PDL und die Mitarbeiter von der Notwendigkeit und den Vorteilen der Aromapflege überzeugen? Wie schreibe oder erstelle ich ein Konzept, um Aromapflege fachgerecht durchzuführen und dem Thema „Hand und Fuß“ zu geben?
Fragen über Fragen……doch lasst mich von vorne beginnen:

In dem besagten Fall sind bis auf zwei Pflegekräfte, welche ein Basisseminar besucht haben, keine Mitarbeiter mit der Thematik vertraut. Selbst diese beiden Mitarbeiter konnten die Aromapflege nur im privaten Bereich ein- und umsetzen. Dies bedeutet, dass in der Einrichtung Aromapflege bis heute eigentlich nicht angewendet wurde.

Nun geht es den beiden Mitarbeitern darum, erst einmal die Heimleitung über ihr Vorhaben zu informieren. Dies sollte immer mit einer guten Vorbereitung passieren. Ich empfehle daher sich Gedanken darüber zu machen, in welchen Bereichen die Aromapflege eingesetzt werdern soll, z.B. in der alltäglichen Pflege, zur Raumbeduftung, in der Betreuung demenziell veränderter Menschen oder evtl. im palliativen Bereich.

Dazu sollten dann die nötigen Informationen gesammelt und notiert werden:

  • Was ist Aromatherapie/-pflege
  • Wie kann sie eingesetzt werden (Einreibungen, Bäder, Duftlampe usw.)
  • Welche Vorraussetzungen für die Umsetzung müssen gegeben sein (Schulung der Mitarbeiter, Information von Angehörigen)
  • Welche Kosten kommen auf die Einrichtung zu (Kostenplan erstellen)
  • Welche Vorteile bringt die Aromatherapie/-pflege (Geruch – eine Visitenkarte für die Einrichtung, sorgt für körperlich-seelisches Wohlbefinden, unterstützt die Schulmedizin usw.)

Diese Informationen können in einer Art „Bewerbungsmappe“ zusammengestellt werden. Meine Erfahrung der letzten 10 Jahre hat mir immer wieder gezeigt, dass eine gute Vorbereitung vor einem Gespräch mit Heim- oder Pflegedienstleitung die halbe Miete ist.

Ist dieser Schritt getan und das Gespräch positiv verlaufen, muss nun ein Konzept erarbeitet werden, in welchem die genauen Inhalte der geplanten Aromapflege-/therapie für die Einrichtung ausgearbeitet wurden.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus einem Konzept, welches ich für das Hospiz-Emmaus in St. Wendel ausgearbeitet habe:

1. Leitbild der Aromapflege

1.1 Ganzheitliches Denken

„Du zählst weil Du Du bist,
und Du wirst bis zum letzten Augenblick deines Lebens eine Bedeutung haben.“
Cicely Saunders

Aromatherapie ist eine altbewährte Methode ganzheitlichen Heilens, die in den letzten Jahren zunehmend beliebter wurde. Über unseren Geruchsinn wirken Aromaöle auf Körper, Seele und Geist gleichzeitig. Obwohl die Verwendung von Pflanzen zu Heilzwecken so alt ist wie die Menschheit selbst, hat sich die Aromatherapie erst in den letzten 40 Jahren zu einer echten Wissenschaft entwickelt. In den letzten Jahren fand die Aromatherapie dann schließlich auch Eingang in unsere Schulmedizin. Aromatherapie ist eine sanfte und natürliche Therapieform, die unsere anderen Therapieformen unterstützen kann.

1.2 Aromapflege im Hospiz Emmaus

Die Arbeit der Aromapflege sollte anlehnen an das Modell der Salutogenese, denn die Aromapflege erreicht die Sinneskräfte, hilft bei der Sinnfindung des Menschen und wirkt deshalb auch salutogenetisch.
Der Begriff „Salutogenese“ besteht aus zwei griechischen Worten und bedeutet „das Entstehen von Gesundheit, von Heil-sein“. Die Fragestellung der Salutogenese: „Wodurch bleibt ein Mensch gesund?“, bringt andere Antworten hervor, als die Frage der Pathogenese:“Was macht den Menschen krank?

Definiert wurde dieser Begriff von Aaron Antonovsky der ein Kohärenzkonzept
zusammenfasste:

  • Verstehbarkeit der Situation
  • Handhabbarkeit der Situation
  • Bedeutsamkeit der Situation

………..

3 Bedeutung für die Mitarbeiter

Die praktische Umsetzung bedarf jedoch einer sorgfältigen Planung und einer gezielten Absprache, zwischen den verschiedenen Berufsgruppen, um auftretende Konflikte so gering wie möglich zu halten.

Die Anwendung der Raumbeduftung bis hin zum Einsatz in der Prophylaxe so wie Ganz- u. Teilkörperwaschungen, Massagen, Wickel und Auflagen dürfen nur mit entsprechender Sachkenntnis erfolgen.
Deshalb entwickeln wir unser Wissen in der Aromapflege weiter und kooperieren mit Experten in diesem Bereich und in der Gesundheitspflege.

  • Wir schaffen Rahmenbedingen, in denen sich der uns anvertraute Mensch wohlfühlt.
  • Wir halten getroffene Vereinbarungen ein, nehmen Beschwerden ernst und gehen ihnen nach.
  • Wir beziehen die Angehörigen in die Aromapflege mit ein.
  • Wir erkennen die Grenzen der Aromapflege und halten diese ein.

3.1 Qualifikation der Mitarbeiter

Jeder examinierte Mitarbeiter (in) hat am Basis- und am Aufbauseminar teilgenommen.
Jeder nicht-examinierte Mitarbeiter (in) hat am Basisseminar teilgenommen.

Seminarinhalte siehe Anhang 1

Weitere Inhalte dieses Konzeptes sind z.B.:

  • Bedeutung der Aromapflege für den Patienten
  • Inhalt und Ziele des Aromapflegekonzeptes
  • Wo wird die Aromapflege eingesetzt
  • Geplante Pflegeleistungen
  • Aromapflege-Prozessmodell
  • Aromapflegeplanung

Da diese oben beschriebenen Fragen für meine Kursteilnehmer häufig auftauchen, habe ich vor einigen Jahren das Seminar „Konzeptarbeit Aromapflege“ geschrieben. Als erste Seminarleiterin habe ich dieses Seminar angeboten und es zu einem festen Bestandteil in der Arompflege Ausbildung gemacht.

Der nächste Termin für dieses Seminar ist am 23. Februar 2012

Seminar Konzeptarbeit
Inhalte:                      

  • „Alternative/komplementäre Pflegemethoden“ und geltendes Recht
  • Einführung der Aromapflege in der Einrichtung (z.B. Voraussetzungen, Vorbereitung, Schulungen, Grundausstattung usw.)
  • Rezepturen richtig erarbeiten
  • Präsentation der Aromapflege in der Öffentlichkeit (Werbung, Angehörigen-, Patienten- und Bewohner Information, Öffentlichkeitsarbeit)

Praktische Übungen:

  • Erarbeiten von Pflegerezepturen für Bewohner/Patienten
  • Sanddornöl „Rotes Wunder“

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Liebe Blog-Leserinnen und Leser,

da ich im Moment jede Woche in Seminaren stecke, bleibt mir nur wenig Zeit zum Bloggen, deshalb heute einfach ein paar Gedankensplitter, Ideen und Rezepturen aus den letzten Tagen und Wochen meiner Aroma-Arbeit.

  • Hallo Frau Herber,
    ich war am 15.03.2011 auf ihrer Weiterbildung Aromapflege in Teltow.
    In dieser Weiterbildung konnten wir ein Handpeeling ausprobieren, welches Sie schon fertig hatten. Da ich dieses sehr gut fand, würde ich es gerne mal in unserer Einrichtung ausprobieren.
    Könnten Sie mir vielleicht sagen wie man es herstellen kann und welche Produkte man dazu benötigt.
    Wäre sehr nett.
    Ich verbleibe mit mit freundlichen Grüßen
    Sylvia K. aus dem Evangelischen Seniorenzentrum in Zossen

  • Antwort: Das Peeling ist ganz einfach durchzuführen, man benötigt dazu Olivenöl und feinen Zucker (am besten naturbelassen braunen Zucker). Wenn man möchte kann man noch ätherische Öle wie z.B. Lavendel, Rosengeranie, Tonka, Vanille usw. hinzufügen (pro Anwendung 1 Tropfen äth. Öl)

  • Hallo Sabrina

    ich habe gerade alles durchsucht u. finde die Adresse des Leerflaschenversandes nicht mehr, die du uns empfohlen hast.

    Unser Apotheker hat 50ml Flaschen für mich besorgt, aber die Öffnung viel zu groß u. dort kann ich wahrscheinlich ja auch Pipetten bekommen, wenn es zu langsam tropft.
    Kannst du mir den Namen nochmal nennen??



  • Hallo Sabrina!

    Wollt Dir nur mal ne kurze Rückmeldung geben…. seit Mitte Dezember nutzen wir ja jetzt das „Dekubitusprohylaxeöl“(Olivenöl + Lavendel).
    Bei einem Bewohner hat sich in dieser Zeit der Hautzustand am Gesäß so toll verbessert, daß die Hausärztin nun die vorher verordnete Salben komplett abgesetzt hat :o))

    Eine Bewohnerin wasch ich mittlerweile sogar damit… sie hat sehr empfindliche Haut, ist sehr berührungsempfindlich und reagiert bei „normalem“ Waschen mit Wasser und Seife sehr laut und mit Gegenwehr… wenn ich nun aber Sahne ins Wasser gebe und das Öl mit Honit vermischt
    reingebe, dann ist sie ab dem 2. Tag total ruhig und entspannt! DAS hätt ich ja nun echt nicht erwartet :o))

    Bin mal gespannt, wann wir zum Seminar kommen dürfen… hab jetzt noch mehr Lust, hier weiterzumachen!

    Wünsch Dir alles Gute und ein schönes Wochenende!

    Sandra 

  • Hallo Sabrina!

    Ich hoffe, Dein Jahr hat gut angefangen :o)

    Ich hab da mal ne Frage…. welchen Unterschied macht es, wenn wir ins Dekubitusöl statt Lavendel extra  Lav.fein mischen? Wenn ich richtig nachgelesen hab, dann kann ich die beiden Öle doch variabel austauschen, L.extra wirkt wohl stärker als L.fein ? Richtig?           Ansonsten.. hab ich mich doch glatt 2 Tage vor Weihnachten am Herd verbrannt (auf der Arbeit) —; es gab zwar ne dolle Blase am Daumen, aber ich blieb schmerzlos: Lavendel fein 1 Tropfen, morgens und abends —-; ich war echt überrascht, wie stark das wirkt! selbst als die Blase auf war; tat nicht weh! und nach einmassieren von Lav. konnt ich auch mein Desinfektionsmittel schmerzfrei anwenden ;o) …. Meine Chefin war auch begeistert, hat sich jetzt täglich meinen verheilenden Daumen angesehen !

    Noch eine schöne Begebenheit: eine unsere Hausärztinnen ist sehr begeistert von der Dekubitusmischung … die wird sich wohl auch mal bei dir melden zwecks Teilnahme an nem Kurs  ;o)

    Wir machen kräftig Werbung!

    Lg, Sandra

  • Antwort:  Der Lavendel extra wächst wild in den Bergen der Haute Provence (in ca. 1200 m Höhe) und hat besonders viele wertvolle Inhaltsstoffe.                                                                 Auf den Feldern des Lavendel fein, in etwa 800 m über Meereshöhe, wachsen all diese Farben, alles sieht ein wenig ungeordnet aus. Der Boden ist trocken, steinig und karg, die Pflanzen oft von unterschiedlicher Größe und Farbe – von dunkel violett über blau und manchmal sogar weiß. Dieser Lavendel macht seinem Namen alle Ehre – er riecht sehr fein, blumig und sanft. Er ist reich an Estern vor allem Linalylacetat und Monoterpenolen, dem Linalool. Hierdurch bekommt er seine beruhigende, entkrampfende und entspannende Wirkung. Der Lavendel fein oder der Lavendel extra ist als ätherisches Öl schon eine Hausapotheke für sich, ob als erstes Hilfemittel bei Verbrennungen, Insektenstichen oder Kopfschmerzen, bei Verletzungen, Hautpilz, Bluthochdruck, Schlaflosigkeit, Bronchitis, Ohrenschmerzen, Juckreiz, Krämpfen und vielem mehr….. Der Lavendel extra wächst wild in den Bergen Haute Provence und hat besonders viele wertvolle Inhaltsstoffe.
    Eine häufig gestellte Frage in meinen Seminaren ist, welche Öle denn zu einer Grundausstattung gehören sollten.
    Hier muss ich unterscheiden ob ich die Öle für eine Hausapotheke z.B. im privaten Bereich einsetze oder ob es um eine „Erstaustattung“ fürs Pflegeheim geht.
    Meine 5 favoriten Öle für die Haus-/Reise-Apotheke sind:

    • Lavendel fein oder extra
    • Pfefferminze
    • Zitrone
    • Teebaum
    • Immortelle




    Lavendel fein/extra
    bei Insektenstichen, Verbrennungen, Schürfwunden, Unruhe, Schlaflosigkeit, Husten

    Pfefferminze
    Kopfschmerzen, Nase-Frei-Öl, Übelkeit, Schnittwunden, Magen-Darm-Problemen

    ZitroneReiseübelkeit, Konzentration, Halsschmerzen

    Teebaumdesinfizierend, Halsschmerzen, vorbeugend gegen Pilz (antimykotisch)

    ImmortelleHämatome (blaue Flecken), Notfallöl (gemischt mit Lavendel und Teebaum)
    Zu meiner ätherischen Reiseapotheke nehme ich immer etwas fettes Öl (z.B. Mandelöl oder Jojobaöl) und ein Hydrolat (z.B. Rosenhydrolat) mit.
    Natürlich gibt es noch viele weitere Anwendungsgebiete, ich habe jetzt einfach mal die wichtigsten Dinge für eine Reise aufgeführt.


    „Erstausstattung“ für das Pflegeheim:

    Lavendel
    bei Unruhe, Schlaflosigkeit, zur Dekubitusprophylaxe, Hautpflege, zur Entspannung des Muskeltonus uvm.
    Zitrone
    Es ist ideal zur Raumluftdesinfektion in Krankenzimmern, Klassenräumen, Büros, Wartezimmern und natürlich zu Hause. Es stärkt das Immunsystem und schützt den Körper vor Infektionen.

    Denn Zitronen-Essenz gehört zu den Ölen mit besonders hoher keimtötender Wirkung!
    Bei Jean Valnet ist zu lesen, dass die beiden Forscher Morel und Rochaix die bakterientötende Wirkung des Zitronenöls durch verschiedene Untersuchungen beweisen konnten. 
    „Verdampfte Zitronen-Essenz zerstört innerhalb 15 Minuten den Menningokokkus, in weniger als einer Stunde die Ebert-Bakterien, in 1-3 Stunden den Pneumokokkus, in 2 Stunden den Staphylokokkus aureus und in 3-12 Stunen die hämolytischen Streptokokken. Die reine Essenz kann sogar in einer Verdünnung von 0,2 % den Tuberkulose-Erreger an der Vermehrung hindern.“

    Duftlampen – Rezept
    6 Tropfen Zitronen-Essenz
    2 Tropfen Thymian linalool
    Bergamotte
    In der Aromatherapie wird das Öl wegen seiner stimmungsaufhellenden, antidepressiven und hormonregulierenden Wirkung sehr geschätzt. Der angenehme, frische und warme Duft der Essenz ist ein echter Stimmungsaufheller. Die angstlösende und nervenentspannende Wirkung wurde sogar von dem Mailänder Osmotherapeut Prof. Rovesti wissenschaftlich belegt. Die Bergamotte wirkt doppelt, sie kann anregen, aufmuntern und Licht in den Alltag bringen, aber auch entspannen und beruhigen, je nachdem mit welchen Ölen man sie mischt. Sie ist eine der flexibelsten Essenzen, da sie sich den beigemischten Ölen anpasst.

    Sie ist die einzige Zitrusfrucht mit einem bedeutend hohen Ester-Anteil (z.T. über 60 %), die Zitrone hat im Vergleich dazu nur ca. 1 % Ester. Durch den hohen Esteranteil kann die Essenz der Bergamotte die Seretonin- und Encephalinproduktion anregen. Sie wirkt entspannend, harmonisierend und stimmungsaufhellend. Encephaline stimmen heiter und können das Schmerzempfinden reduzieren.

    Duftlampe „Herbstlicht“ 
    4 Tropfen Bergamotte
    2 Tropfen Kamille römisch
    1 Tropfen Sandelholz oder Ho-Blätter

    Massageöl „Lichtblick“ 

    50 ml Johanniskrautöl
    4 Tropfen Bergamotte
    3 Tropfen Neroli
    2 Tropfen Lavendel fein
    2 Tropfen Petit Grain bigarade
    Zeder
    Die Starke
    Das Zedernöl wird nicht wie bei anderen Nadelbaumölen aus den Nadeln destilliert, sondern es handelt sich hier um ein Holzöl. Durch die vielen Sesquiterpenverbindungen im Zedernöl wirkt es stark stabiliesiernd sowohl psychisch als auch physich. Es ist ein Mut und Kraftöl, aber auch durchaus hilfreich bei körperlichen Beschwerden wie z.B. Heuschnupfen, Lymphstau und Bronchitis. Es ist ein mildes sehr gut verträgliches Öl.
    Pfefferminze
    kühlende Frische aufgrund ihres Mentholgehaltes, erfrischende und kühlende Fußbäder im Sommer, Erfrischungsspray für den Frische Kick zwischendurch, zum Durchatmen, konzentrationsfördernd z.B. während dem Gedächtnistraining, bei Übelkeit auf einem Papiertaschentuch inhalieren…….
    Erfrischendes Fußbad
    lauwarmes bis kühles Wasser, Emulgator
    2 Tr. Pfefferminze
    1 Tr. Rosmarin cineol
    1 Tr. Zitrone

Sandra H.

Hallo Sabrina, ich bin begeistert von Deiner Arbeit und hoffe, ich kann im Juli bei der Intensivwoche mitmachen!

25. Februar um 20:45 über Facebook

Hier der Link für den Flyer und die Infos zur Aromapflegewoche:
Aromapflegeflyer 2011 vom 11. – 15. Juli


Ich hoffe Euch den ein oder anderen Tipp mit meinen „Duftsplittern“ geben zu können und freue mich, dass Ihr weiterhin meinen Blog verfolgt.

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Seit letzter Woche befinde ich mich auf Seminarreisen, mit nur wenigen Zwischenstopps zu Hause um die Reisetasche aus- und wieder einzupacken. Dies wird sich wohl bis kurz vor Weihnachten hinziehen.

In dieser Woche bin ich in Teltow, dort werde ich über 70 Pflegeassistenten die Aromapflege in einem Basisseminar näher bringen.

Inhalte des ersten Ausbildungstages:

  • Geschichte der ätherischen Öle
  • Produktionsverfahren
  • Qualitätsmerkmale
  • Wie funktioniert unser Geruchssinn?
  • Der richtige Umgang mit ätherischen Ölen
  • Einteilung in Kopf-, Herz-, Basisnoten
  • Praktische Rezepturen für den demenziellen Wohnbereich
  • Praktische Übungen:
  • Kennenlernen verschiedener Öle ( u.a. verschiedene Lavendelarten)
  • Erlernen der Happy-Mind-Armmassage

Pflegeassistenten, Betreuungskräfte oder manchmal auch Alltagsbegleiter genannt  haben Kenntnisse und Fertigkeiten, die sie befähigen Pflegeheimbewohner, die infolge demenzbedingter Fähigkeitsstörungen, psychischer Erkrankung oder geistiger Behinderung dauerhaft erheblich in ihrer Alltagskompetenz eingeschränkt sind, in enger Kooperation und fachlicher Absprache mit den Pflegekräften zu betreuen und zu aktivieren (Quelle: AQZ, St.Wendel).

Wie sooft hat man mich gefragt, was denn nun die wichtigsten Öle sind? Für mich gibt es in der Arbeit mit demenziell Erkrankten folgende Öle die man vielseitig und häufig anwenden kann:

  • Lavendel fein (Lavandula angustifolia) = > beruhigend, ausgleichend, schlaffördernd
  • Rosmarin cineol (Rosmarinus officinalis) = > anregend, belebend
  • Kamille römisch (Chamaemelum nobile) = > beruhigend, angstlösend, Aggessionspotential senkend
  • Bergamotte (Citrus bergamia) = > stimmungsaufhellend, sanft belebend, ausgleichend
  • Zeder (Cedrus atlantica) = > stärkend auf der psychischen Ebene, kraftspendend, bei Heimweh, Trauer, Trennung

Beruhigende Grundmischung:
5 ml Lavendel fein
5 Tropfen Kamille römisch
10 Tropfen Mandarine rot

diese Mischung ist für die Raumbeduftung, sowie die Herstellung eines beruhigenden, angstlösenden Körperöls oder Badezusatz geeignet. Für ein Körperöl gibt man 10 Tropfen dieser Mischung auf 50 ml Basisöl oder 10 Tropfen dieser Mischung auf einen halben Becher Sahne emulgiert für ein Vollbad.

Nach zwei Tagen Seminar mit fast 30 Kursteilnehmer(innen) und noch dem morgigen Tag mit über 20 Teilnehmer(innen) hat meine Stimme doch sehr gelitten, mein Hals kratzt und ich muss mich ständig räuspern. Deshalb gurgele ich nach einem anstrengenden Seminartag gerne mit einer Gurgelmischung aus Bergamotte, Manuka und Thymian linalool.

Manuka Baum auf Garinish Island

In dieser Woche habe ich das Glück ein schönes Hotel  gefunden zu haben und darf den Luxus einer Badewanne genießen. Von der langen Autofahrt ist mein Schulter-Nacken- Bereich doch sehr verspannt, deshalb gönne ich mir heute Abend ein Entspannungsbad mit Lavendel, Cajeput und Majoran.
Der schöne Nebeneffekt dieser Mischung ist, dass sie nicht nur schmerzlindernd und entspannend, sondern auch schlaffördernd wirkt.

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Ich werde oft gefragt, warum meine Seminare und Fortbildungen so umfangreich für eine Einrichtung (z.B. ein Altenheim) sein müssen. Es gäbe doch auch andere „Kollegen“, welche Fortbildungen an einem Nachmittag durchführen.
Leider stelle ich wirklich sehr oft fest, dass nach solch einer „Fortbildung“, die Einrichtungen ihre Pflegekräfte im Auftrag der „Aromatherapie“ losschicken, Eine Duftlampe wird aufgestellt, Öle werden angeschafft und los gehts. Die Pflegekräfte sollen nun „Aromatherapie“ praktizieren.
Diese Vorgehensweise ist, wie wenn man einen Fahrschüler nach der ersten Fahrstunde in ein Auto setzt und ihm sagt, dass er nun Auto fahren kann!!! Also mehr als bedenklich und unseriös, denn Aromapflege ist mehr, als ein paar Tropfen „Duftöl“ in eine Duftlampe zu träufeln!!!

1. Unterscheiden Sie zwischen Aromapflege und Aromatherapie

In vielen Altenheimen ist der Unterschied zwischen Aromapflege und Aromatherapie nicht geklärt bzw. bekannt.
Der Unterschied zwischen Aromapflege und –therapie besteht darin, dass es sich bei der Aromapflege um eine komplementäre Pflegemethode als Teil der Pflanzenheilkunde handelt. Die individuellen Pflegeprobleme werden genau beobachtet und im Sinne des Bewohners im Pflegeprozess sowie in der Pflegediagnose umgesetzt. Bei der Aromapflege erfolgt die Anwendung der ätherischen Öle über den Geruchssinn und die Haut. Die Aromapflege umfasst pflegerische und prophylaktische Maßnahmen.

Die Aromatherapie ist hingegen- wie der Name schon sagt- eine therapeutische Maßnahme, die Ärzten und Heilpraktikern vorbehalten ist. Nach genauer Diagnosestellung erfolgt eine gezielte Therapie mit ätherische Ölen oder daraus hergestellten Produkten. Es ist dann sogar möglich ätherische Öle oral anzuwenden.

2. Die Aromapflege nützt Ihren Bewohnern und Mitarbeitern

Wussten Sie, dass Zitronenöl in der Duftlampe oder im Vernebler die Bakterien in der Luft abtötet und somit z.B. Erkältungskrankheiten entgegenwirken kann!? Oder, dass mit einer Mischung aus dem ätherischen Öl Lavendel fein oder extra und Olivenöl beim Bewohner eine schonendere und kostensparendere Intimpflege durchgeführt werden kann und es gleichzeitig zur Dekubitusprophylaxe dient!?
Es gibt über die Wirkung ätherischer Öle viele Studien, die eine unterstützende Wirkung in der ganzheitlichen Pflege eindrücklich beweisen.

Die Einsatzfelder für ätherische Öle in der Pflegeeinrichtung könnten z.B. sein:

bei sogenannten Befindlichkeitsstörungen wie:

  • Unruhezustände
  • Verwirrtheit/Demenz
  • Ängsten
  • depressiver Verstimmung
  • Appetitlosigkeit
  • Wut/Aggression
  • Schlafstörungen

oder bei körperlichen Beschwerden wie:

  • Pneumonieprophylaxe
  • Dekubitusprophylaxe
  • komplementär bei Erkältungskrankheiten
  • Mundpflege
  • Schmerzen des Bewegungsapparates
  • Sterbebegleitung
  • komplementär zur Palliativmedizin

Aber : Ohne Schulung und fachliche Grundlagen geht es nicht!!!

Die gewünschte Pflegequalität durch Aromapflege kann nur gewährleistet werden, wenn die Mitarbeiter an Fort – und Weiterbildungen zu diesem Thema teilnehmen und fachkundig geschult werden.

Solch eine Fortbildung sollte mindestens folgende Themen beinhalten:

  • Produktionsverfahren
  • Qualitätsmerkmale reiner ätherischer Öle
  • Umgang mit ätherischen Ölen
  • Richtlinien für die Anwendung
  • Wechselwirkungen und Gegenanzeigen
  • Lagerung und Haltbarkeit
  • Kennenlernen verschiedener pflegerelevanter ätherische Öle und Rezepturen
  • Basisöle (Fette Öle)

In den Fortbildungen sollten weiter Beispiele für pflegerische Anwendungen praktisch mit den Teilnehmern durchgeführt werden. Denn am eigenen Körper erfahrene Wirkungen der ätherische Öle, lassen den Pflegemitarbeiter die Aromapflege verstehen, akzeptieren und sinnvoll umsetzen!

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Am 14. & 15. September startet ein neuer Kurs zur Ausbildung zum Aromapfleger/ zur Aromapflegerin.

Das Basis-Seminar Aromapflege bietet die Grundlage für alle weiteren Seminare, bis hin zur schriftlichen und mündlichen Prüfung zur Aromapflegerin.

Das Ziel dieser 70 stündigen Ausbildung besteht darin den Pflegekräften Fachwissen über ätherische Öle und deren Einsatzmöglichkeiten im Pflegealltag, zu vermitteln.
Es geht darum die ganzheitliche Wirkweise ätherischer Öle zu erlernen und dieses auch im Pflegealltag umsetzen zu können.
Durch das erweiterte Wissen in der Aromapflege können die Möglichkeiten der ganzheitlichen Pflege alter und/oder kranker Menschen weiter optimiert werden.

Wie all meine Seminare sind auch die Teile der Ausbildung als Workshop konzipiert, es werden die vermittelten Inhalte direkt in der Praktischen Umsetzung eingeübt.

Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeiten die Seminare zu besuchen ohne die Prüfung abzulegen. Alle Seminare sind einzeln buchbar.

Mir war es wichtig, Pflegekräften eine Möglichkeit zu bieten, neben Ihrem Hauptberuf ein solides Grundlagenwissen über die ätherischen Öle und ihrer Einsatzmöglichkeiten, zu erlernen.

Ich freue mich auf viele aufgeschlossene, neugierige und tolle Menschen…….


Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.
Meister Eckhart, (1260 – 1327)

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